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Politik Russland fühlt sich von Polens Raketen bedroht
Nachrichten Politik Russland fühlt sich von Polens Raketen bedroht
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12:16 30.03.2018
Polens Präsident Andrzej Duda beschrieb die Anschaffung der Patriot-Raketen als „historisch“ für sein Land und dessen Militär. Quelle: AP
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Warschau

Nach einem Bericht der Tageschau hat Russland scharf gegen den Waffendeal zwischen den USA und Polen protestiert. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa warf Polen eine „zunehmende Militarisierung“ vor. Dies sei eine „Bedrohung Russlands nationaler Sicherheit“.

Polen vereinbarte am Mittwoch mit den USA den Kauf von Patriot-Flugabwehrraketen-Systemen für 4,75 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro). Polen möchte sich damit gegen Russland verteidigen. Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak unterzeichnete den Vertrag am Mittwoch in Warschau.

Moskau interpretiert die steigenden Wehrausgaben Polens und das Modernisierungs-Programm der Armee als eine „Destabilisierung der militärischen und politischen Lage in Europa“.

Präsident Andrzej Duda beschrieb die Anschaffung als „historisch“ für sein Land und dessen Militär. „Es ist viel Geld, aber wir wissen auch aufgrund unserer historischen Erfahrung, dass Sicherheit unbezahlbar ist“, sagte er. Es ist der größte Waffenkauf Polens seit fast 30 Jahren.

Das System sei kompatibel mit Technologie, die Nato- und US-Streitkräfte einsetzten, die in Polen stationiert seien, sagte Duda. Der Auftrag beinhaltet 16 Abschussrampen, vier Radare und das neueste Feuerleitsystem. Das System wird teilweise in Polen gefertigt werden, was die dortige Waffenindustrie stärkt.

Von sos/AP/RND

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