Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Salutschüsse begrüßen Queen zu fünftem Staatsbesuch in Deutschland
Nachrichten Politik Salutschüsse begrüßen Queen zu fünftem Staatsbesuch in Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:07 23.06.2015
Die britische Königin Elizabeth II. und Prinz Philip kamen am Dienstag in Berlin mit einem Sonderflugzeug auf dem Flughafen Tegel an. Quelle: Rainer Dröse
Anzeige
Berlin

Queen Elizabeth II. ist am Dienstag zu ihrem fünften Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. Die Sondermaschine mit der britischen Königin (89) und ihrem Ehemann Prinz Philip (94) landete am Abend auf dem militärischen Teil des Berliner Flughafens Tegel. Nach der Begrüßung mit 21 Salutschüssen fuhr das Paar zum Hotel Adlon nahe dem Brandenburger Tor.

Zuletzt war die Queen im November 2004 zu einem Staatsbesuch in Deutschland. Bis zum Rückflug am Freitag wird das Paar vor allem in der deutschen Hauptstadt unterwegs sein, aber auch Frankfurt am Main und das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen in Niedersachsen besuchen.

Am Mittwoch wird die Queen von Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren begrüßt. Später steht dann auch ein Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel auf dem Programm. Auch die Bevölkerung soll Gelegenheit bekommen, die Königin zu sehen.

Die Monarchin reiste in Königsblau an, mit türkisfarbenem Hut samt dunkelblauer Blüte. Vor dem Adlon, wo sie mit Philip logiert, hatten sich bereits Schaulustige hinter Absperrungen postiert, um einen Blick auf das Paar zu erhaschen. Sie mussten allerdings im Nieselregen ausharren - das Wetter zeigte sich am Dienstag nämlich über weite Strecken typisch britisch.

Mit bis zu 1450 Polizisten will die Berliner Polizei den Besuch nach eigenen Angaben bewältigen. Für den unmittelbaren Schutz des Paares sind britische Leibwächter und das Bundeskriminalamt zuständig. „Die besondere Herausforderung ist es, die Wünsche der Königin nach Nähe zur Berliner Bevölkerung mit den Sicherheitsanforderungen in Einklang zu bringen“, sagte der Chef der Verkehrspolizei und Einsatzleiter beim Queen-Besuch, Markus van Stegen. 

Eingeladen hat offiziell Bundespräsident Gauck. Was sie ihm schenken wird, verriet der britische Botschafter Sir Simon McDonald schon vorab: ein Buch aus Preußen-Zeiten - die „Briefe eines Verstorbenen“ von Hermann Fürst von Pückler-Muskau aus dem 19. Jahrhundert. Am Mittwoch hält der britische Museumsdirektor und designierte Gründungsintendant des Berliner Schlosses, Neil MacGregor, zudem die „Queen’s Lecture“ an der Technischen Universität. Bei der Vortragsreihe zu Ehren der Königin will der Deutschland-Kenner über Dinge sprechen, die die Deutschen mit Großbritannien verbinden.

Am Donnerstag, kündigte der Botschafter an, werde die Königin in Frankfurt am Main bei schönem Wetter zu Fuß von der Paulskirche zum Römer gehen. Auch auf dem Balkon des historischen Rathauses werde sie sich zeigen. Der dritte und letzte Tag des Besuchs beginnt mit einem Spaziergang am Pariser Platz in Berlin. Durch das nahe Brandenburger Tor wird die Königin mit dem Auto fahren - auch, weil sie mit ihren fast 90 Jahren nicht zu lange Strecken zu Fuß gehen soll. Danach geht es nach Niedersachsen, wo sie auf eigenen Wunsch die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen besuchen will.

Ihren fünften Staatsbesuch macht die Queen 50 Jahre nach ihrem ersten: Im Jahr 1965 blieb sie elf Tage in der Bundesrepublik. Der erste Besuch nach Ende des Zweiten Weltkriegs war ein Symbol der Versöhnung.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für die Pflegereform ist mehr Geld als bisher angenommen nötig, damit Pflegebedürftige nicht schlechter gestellt werden. Für die Überleitung in das neue System des zweiten Pflegestärkungsgesetzes veranschlagt Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) einmalig weitere 4,4 Milliarden Euro.

23.06.2015

Der arabische Fernsehjournalist Ahmed Mansur hat der Bundesregierung im Zusammenhang mit seiner zeitweiligen Festnahme schwere Vorwürfe gemacht. "Es tut mir leid, dass es ihr (der ägyptischen Regierung) gelungen ist, einige Leute in der deutschen Regierung für ihre Zwecke zu benutzen", sagte Mansur in Berlin.

23.06.2015

Ein Ende des Kita-Tarifstreits ist in Sicht: Die Schlichter haben einvernehmlich Erhöhungen für die einzelnen Berufsgruppen vorgeschlagen. Das gaben der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) und der einstige Hannoveraner Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) als Schlichter im bayerischen Bad Brückenau bekannt.

23.06.2015
Anzeige