Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Schickte die SPD-Spitze im Fall Edathy Hartmann vor?

Bundestag Schickte die SPD-Spitze im Fall Edathy Hartmann vor?

Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses zur Edathy-Affäre haben zwar nur Indizien und keine Beweise. Trotzdem sind drei der vier Fraktionen überzeugt, dass der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy von seinem Parteikollegen Michael Hartmann vor den gegen ihn laufenden Kinderporno-Ermittlungen gewarnt wurde.

Voriger Artikel
Veruntreuungsverdacht in Istanbul: Grüne fordern Aufklärung
Nächster Artikel
Mini-Steuersenkung und Entlastung Alleinerziehender kommen

Der Abgeordnete Michael Hartmann als Zeuge im Untersuchungsausschusses des Bundestages in Berlin.

Quelle: Maurizio Gambarini/Archiv

Berlin. e.

Einzig die SPD beantwortet die Frage der Deutschen Presse-Agentur "Wer war der Informant von Edathy und handelte er alleine?" anders:

- SPD: "In den letzten Monaten hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass es aus der niedersächsischen Polizei und Justiz noch kurz vor der Hausdurchsuchung eine Warnung gegeben hat. Von wem, das haben wir bisher nicht in Erfahrung bringen können, und das wird auch sehr schwer sein, weil der Kreis der Mitwisser groß war." (Uli Grötsch, Sprecher der SPD-Fraktion im Untersuchungsausschuss)

- GRÜNE: "Für mich ist ganz klar, dass Michael Hartmann die Informationen zu den Ermittlungen an Sebastian Edathy weitergegeben hat. Entweder Hartmann bekam die Information von Jörg Ziercke (ehemaliger BKA-Präsident) oder seinem engsten Führungskreis im BKA, oder Hartmann handelte im Auftrag der SPD-Fraktionsspitze und wurde instruiert, Edathy während der Koalitionsverhandlungen still zu halten und ihn zum Mandatsverzicht zu bewegen." (Irene Mihalic, Obfrau der Grünen)

- UNION: "Die Indizien gegen Michael Hartmann sind so erdrückend, dass die wahrscheinlichste Annahme ist, dass er der Informant war. Ich halte es durchaus für nachvollziehbar, dass die SPD ein Interesse daran hatte, dass Edathy möglichst geräuschlos aus "gesundheitlichen Gründen" sein Mandat aufgibt." (Armin Schuster, Obmann der Unionsfraktion)

- LINKE: "Ich halte es für bewiesen, dass Michael Hartmann Sebastian Edathy über die laufenden Ermittlungen informierte. (Der SPD-Fraktionschef Thomas) Oppermann will Hartmann Ende November den Auftrag erteilt haben, sich um Edathys gesundheitliche Probleme zu kümmern. Wir wissen aber, dass Hartmann zu diesem Zeitpunkt schon vollumfänglich informiert war. Er hat außerdem weit außerhalb des Auftrages gehandelt. Die Frage ist, ob Oppermann die volle Wahrheit gesagt hat." (Frank Tempel, Obmann der Linkspartei)

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr