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Schröder-Köpf lobt Putins Kritikfähigkeit

SPD-Kandidatin Schröder-Köpf lobt Putins Kritikfähigkeit

Doris Schröder-Köpf macht im Landtagswahlkampf von sich reden. Wie die dänische Zeitung „Yllands Posten“ berichtet, gab sie dem Kreml-nahen russischen Magazin „Sputnik“ ein Interview, in dem sie Präsident Wladimir Putin pries und ihren künftigen Ex-Mann Gerhard Schröder verteidigte.

Doris Schröder-Köpf im niedersächsischen Landtag.

Quelle: dpa

Hannover. Wladimir Putin sei „ein ausgesprochen differenzierter, ein sehr kluger Mann, der durchaus auch Kritik einstecken kann“, wird Doris Schröder-Köpf zitiert. Gern erinnert sich die ehemalige Kanzlergattin an ihre erste Begegnung mit Putin. „Als wir uns das erste Mal länger und etwas privater getroffen haben, haben wir die ganze Nacht durchgequatscht und uns über innen- und außenpolitische Themen unterhalten. Diese Nacht, diese Gespräche sind eine sehr schöne Erinnerung.“, schwärmt die Landtagsabgeordnete, .

In dem Interview übt die 54-Jährige auch scharfe Kritik am Russlandkurs von Angela Merkel. „Ich glaube, dass nach dem Abschied von Gerhard Schröder die starken Fäden, die geknüpft worden waren, nicht wieder aufgenommen wurden. Wenn man irgendwann mal mit einem historischen Blick auf die Arbeit von Angela Merkel schauen wird, dass das als einer der ganz großen Fehler erkannt werden wird. Es lag sozusagen eine Straße im Sonnenschein vor ihr, die sie nur hätte betreten müssen. Es gab ganz viele Zeichen von Kooperationswillen. Sie ist darauf einfach nicht eingegangen – vielleicht aus einer gewissen verklärten, romantischen Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten.“

Auch ihren künftigen Ex-Mann und sein Engagement für den russischen Energieriesen „Rosneft“ nimmt Schröder-Köpf in Schutz: „Seine Motivlage ist, glaube ich, dass er ein unzerstörbares Band zwischen Deutschland und Russland knüpfen will. Er hat es als Bundesskanzler politisch gemacht und als Privatmann setzt er es fort, mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen.“

Von RND/dk

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