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Politik Schulz dementiert: „Völliger Blödsinn“
Nachrichten Politik Schulz dementiert: „Völliger Blödsinn“
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20:10 17.11.2016
Potenzielle Kanzlerkandidaten? SPD-Chef Sigmar Gabriel (li.) und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Quelle: dpa
Berlin/Brüssel

Sprecher der beiden SPD-Politiker wiesen am Donnerstag Medienberichte zurück, Schulz wolle 2017 als SPD-Kanzlerkandidat und als Außenminister antreten. „Das ist völliger Blödsinn“, sagte ein Sprecher von Schulz. Zwar habe es am Dienstag ein Gespräch zwischen Gabriel und Schulz gegeben. Allerdings sei es dabei um die Fortsetzung der Arbeit als EU-Parlamentspräsident für Schulz gegangen, berichteten engste SPD-Führungskreise dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Man bewerte die jetzigen Meldungen als den „untauglichen Versuch“, die SPD zu einer überstürzten Entscheidung in der Frage der Kanzlerkandidatur zu zwingen. Damit werde man aber „eher das Gegenteil erreichen“.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuvor berichtet, Schulz wolle nur Bundesaußenminister werden, wenn er auch im nächsten Jahr von der SPD als Kanzlerkandidat aufgestellt werde. Gabriel hatte dem EU-Parlamentspräsidenten angeboten, als Steinmeier-Nachfolger das Außenamt bis zur Bundestagswahl im Herbst zu übernehmen. Parallel kämpft Schulz in Brüssel um eine weitere Amtszeit als Parlamentschef.

Gabriel zaudert noch

Im Umfeld von Schulz werden die seit langem andauernden Personalspekulationen nicht kommentiert. Mit dem 60-Jährigen aus Würselen bei Aachen als Spitzenkandidat hatte die SPD 2014 bei der Europawahl mit 27,3 Prozent ein starkes Ergebnis eingefahren.

Gabriel, der als SPD-Vorsitzender den ersten Zugriff in der K-Frage hat, zaudert. Der Vizekanzler kennt seine mäßigen Beliebtheitswerte in der Bevölkerung. Der Steinmeier-Coup im Präsidentenpoker hat Gabriel in der SPD aber neuen Rückenwind gebracht.

In SPD-Kreisen wird nun mit einer baldigen Entscheidung in der K-Frage gerechnet. Sollte Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel sich an diesem Wochenende zu ihrer Kandidatur für eine vierte Amtszeit bekennen, will die SPD nachlegen. Es werde einen Vorschlag geben, „der alle überzeugt“, heißt es.

Von RND/dpa

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