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Schwesig will flexible Betreuungszeiten in Kitas fördern

Familie Schwesig will flexible Betreuungszeiten in Kitas fördern

Längst nicht alle Eltern arbeiten regelmäßig von 9 bis 17 Uhr. Immer mehr Jobs finden auch am Abend, frühmorgens oder sogar in der Nacht statt. Und was ist dann mit der Kinderbetreuung?

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Viele Eltern, die bei der Polizei arbeiten, haben am Nachmittag das Problem, dass die Kita zu früh schließt.

Quelle: Axel Heimken/Archiv

Berlin/Mainz. Mit bis zu 100 Millionen Euro in drei Jahren will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) flexiblere Betreuungszeiten für Kinder fördern. Bei dem Programm KitaPlus gehe es darum, das Angebot vor allem in Randzeiten zu verbessern, erklärte Schwesig.

Immer mehr Mütter und Väter arbeiteten außerhalb der üblichen Öffnungszeiten von Kitas - etwa in Kliniken, der Gastronomie oder bei der Polizei. "Diese Familien wünschen sich eine Betreuung für ihre Kinder, die zu ihrem Arbeitsalltag passt", betonte die Ministerin.

Bis zu 200 000 Euro pro Jahr können Kitas beantragen, Tagespflegepersonen bis zu 15 000 Euro, um ihr Angebot ab Januar 2016 entsprechend auszubauen. Das Geld kann für Baukosten ebenso genutzt werden wie für Betriebs- und Personalkosten. Schon eine Verlängerung der Öffnungszeiten von 16.00 auf 18.00 Uhr nutze vielen Pendlern und Vollzeitberufstätigen, heißt es im Ministerium.

Bedarfsgerechte Betreuungszeiten können nach Angaben des Ministeriums eine Ausweitung der Öffnungszeiten pro Wochentag bedeuten, aber auch Betreuungsmöglichkeiten am Wochenende und an Feiertagen bis hin zu einem Betreuungsangebot auch in Nachtzeiten.

Schwesig besuchte am Donnerstag die Kindertagesstätte "UNImediminis" auf dem Gelände der Universitätsmedizin in Mainz. Dort können Eltern ihre Kleinsten in der Zeit zwischen 5.45 Uhr und 18.30 Uhr betreuen lassen. Auch der Standort auf dem Campus und damit die Nähe zum Arbeitsplatz macht die Unterbringung der Kinder für die Mitarbeiter dort besonders attraktiv.

Kooperationspartner aus Politik und Wirtschaft rufen gemeinsam zur Beteiligung an dem bundesweiten Programm auf, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Städte und Gemeinden sowie die Bundesagentur für Arbeit.

dpa

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