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Politik „Selbstverständlich sollen sich auch Sportler einmischen“
Nachrichten Politik „Selbstverständlich sollen sich auch Sportler einmischen“
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16:31 20.05.2018
Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth. Quelle: dpa
Berlin

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat Verständnis für den Auftritt der deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan geäußert. Die Grünen-Politikerin bezeichnete die beiden Fußballprofis in einem am Pfingstsonntag ausgestrahlten Interview des Deutschlandsfunks als „mündige Bürger“.

Sie sagte: „Selbstverständlich sollen sich auch Sportler, Sportlerinnen, Fußballer, Fußballerinnen äußern, sich einmischen, einbringen. Das ist ihr gutes Recht.“ Auszüge des Gesprächs hatte der Sender schon am Freitag veröffentlicht, am Samstag hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Özil und Gündogan gesprochen.

Roth würde „es sich manchmal noch mehr wünschen, dass sie zeigen, dass sie aus einem Land kommen, wo Demokratie und Rechtsstaat herrscht, aber sie sollen eben aufpassen und nicht so naiv sein zu glauben, dass so ein Bild dann nicht eine Riesenwelle erzeugt“.

Özil und Gündogan hatten dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan am vergangenen Sonntag in London Trikots ihrer Vereine FC Arsenal und Manchester City überreicht. Die von Erdogans Partei veröffentlichten Bilder hatten schnell ein harsches Echo ausgelöst. Auf dem Trikot, das Gündogan an Erdogan überreicht hatte, stand handschriftlich über der Signatur auf Türkisch: „Für meinen verehrten Präsidenten - hochachtungsvoll“. Am 24. Juni strebt Erdogan in der Türkei die Wiederwahl an.

Von Martin Beils, Thomas Lanig und Florian Lütticke, dpa/RND

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