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Politik CDU-Politiker schimpft über „elitäre Hipster“
Nachrichten Politik CDU-Politiker schimpft über „elitäre Hipster“
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08:07 24.08.2017
Kann mit Hipstern wenig anfangen: CDU-Politiker Jens Spahn.  Quelle: dpa
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Berlin

 Für viele gilt Jens Spahn, als einer der größten politischen Nachwuchshoffnungen in der CDU. Der Parlamentarische Staatssekretär bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bemüht sich um konservative Werte in der Partei von Angela Merkel und gilt als jemand, der seine Meinung öffentlich erkennbar vertritt.

Mit einem Interview in der „Zeit“ sorgt Spahn nun einmal mehr für Aufsehen: Der CDU-Politiker beklagt sich darin über das Verhalten „elitärer Hipster“. Konkret kann Spahn nicht nachvollziehen, wenn diese untereinander ausschließlich Englisch sprechen.

Spahn beklagt „provinzielle Selbstverzwergung“

Der 37-Jährige wirft den Hipstern vor, sich so gegenüber Normalbürgern abzuschotten. In Berlin habe sich „eine völlig neue Form von Parallelgesellschaft entwickelt: Junge Leute aus aller Welt, die unter sich bleiben“, so Spahn.

Das CDU-Präsidiumsmitglied hält das für eine „provinzielle Selbstverzwergung“ und beklagt die „anbiedernde Bereitschaft, vorschnell und ohne Not die eigene Muttersprache hintanzustellen – selbst in Situationen, wo das gar nicht nötig wäre.“

Spahn, der für eine deutsche Leitkultur eintritt, zieht dabei auch historische Parallelen. Für ihn ähnelt das Hipstertum der höfischen Kultur des 18. Jahrhunderts, als Adlige in Europa zur Abgrenzung gegen niedere Stände französisch sprachen.

Sarkasmus im Netz

 „Heute erleben wir in den Biotopen unserer Großstädte eine neue Form dieser höfischen elitären Kultur“, erklärt Spahn. Die zunehmende Verwendung des Englischen in deutschen und europäischen Großstädten hält er für „das augenfällige Symptom einer bedauerlichen kulturellen Gleichschaltung“.

In den sozialen Netzwerken werden die Äußerungen von Spahn vielfach kommentiert. Dabei dominiert Sarkasmus.

Von RND/zys

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