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Politik Stalking-Opfer sollen besser geschützt werden
Nachrichten Politik Stalking-Opfer sollen besser geschützt werden
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17:44 10.02.2017
Von Stalking ist die Rede, wenn jemand eine andere Person ständig verfolgt oder mit Telefonanrufen terrorisiert (Symbolbild). Quelle: dpa
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Berlin

Stalking-Opfer sollen künftig besser geschützt und die Täter leichter verurteilt werden. Der Bundesrat ließ am Freitag eine entsprechende Gesetzesinitiative der Bundesregierung passieren. Der Bundestag hatte das Gesetz Mitte Dezember verabschiedet.

Bislang war es für die Verurteilung eines Stalkers notwendig, dass die Nachstellungen das Leben des Opfers schwerwiegend beeinträchtigt haben – etwa wenn die betroffene Person deshalb umgezogen ist oder den Job gewechselt hat. Künftig ist Stalking auch dann strafbar, wenn das Opfer sein Leben trotz der Nachstellungen nicht geändert hat. Mit dem neuen Gesetz kann der Täter nämlich schon dann bestraft werden, wenn sein Verhalten „objektiv geeignet“ ist, für eine solche schwerwiegende Beeinträchtigung zu sorgen.

Bis zu drei Jahre Gefängnis für Stalking

Jedes Jahr gibt es zwar Tausende Verdachtsfälle, doch bislang werden nur einige hundert Stalker tatsächlich verurteilt - das soll sich nun ändern. „Nicht die Opfer sollen gezwungen werden, ihr Leben zu ändern, sondern die Stalker“, erklärte Justizminister Heiko Maas (SPD) bei der Verabschiedung im Bundestag.

Stalking bedeutet im Englischen „anpirschen“. Von Stalking ist die Rede, wenn jemand eine andere Person – oftmals einen ehemaligen Partner – ständig verfolgt oder mit Telefonanrufen terrorisiert. Derartige Nachstellungen können mit zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Dieser Strafrahmen bleibt auch mit der Gesetzesnovelle unverändert.

Von dpa/RND

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