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Studie: Deutsche zögern bei Beistand für Nato-Partner

Konflikte Studie: Deutsche zögern bei Beistand für Nato-Partner

Das Vertrauen der Deutschen in die Nato sinkt und eine Mehrheit würde einem östlichen Bündnispartner nicht gegen einen Angriff Russlands militärisch beistehen.

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Die deutsche und die Nato-Fahne wehen einer der Kaserne in Wildflecken.

Quelle: Marcus Führer

Washington/Berlin. Das ergab eine Umfrage des US-Instituts Pew Research Center. Dabei ist für durchschnittlich 39 Prozent der Befragten in den Nato-Ländern Russland hauptverantwortlich für die Ukrainekrise.

Wenn Russland "in einen ernsthaften militärischen Konflikt" mit einem östlichen Nato-Land eintreten würde, dann wären der Umfrage zufolge nur 38 Prozent der Deutschen für den Einsatz der Bundeswehr. Von den US-Amerikanern wären 56 Prozent für einen Militäreinsatz auf Seiten des Bündnispartners, von den Polen 48 Prozent.

Nur noch 55 Prozent der befragten Bundesbürger sehen Pew zufolge das nordatlantische Verteidigungsbündnis positiv. 2009 waren es noch 73 Prozent gewesen. Im Osten Deutschlands sind die Nato-Kritiker sogar in der Mehrheit: Nur 43 Prozent haben eine gute Meinung von der Allianz, 46 eine negative. Von den acht von Pew untersuchten Nato-Ländern war in Polen die Zustimmung mit 74 Prozent am größten.

Auch über den russischen Präsidenten Wladimir Putin gehen die Meinungen in Ost- und Westdeutschland auseinander. Während 40 Prozent der Befragten in den östlichen Bundesländern laut der Pew-Umfrage eine gute Meinung von Putin haben, sind es im Westen nur 19 Prozent.

In Russland wächst die Ablehnung der Nato und des Westens. Nur 12 Prozent der Russen haben Pew zufolge noch eine gute Meinung von der Nato und 31 Prozent von der EU.

Pew befragte Menschen in den USA, Kanada, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Polen, der Ukraine und Russland.

dpa

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