Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Studie: Geringverdiener profitieren kaum von Riester-Rente

Rente Studie: Geringverdiener profitieren kaum von Riester-Rente

Die Riester-Rente scheint weitgehend das Ziel zu verfehlen, Geringverdiener vor Altersarmut zu bewahren. Einer Studie zufolge profitieren vor allem Gutverdiener von dieser Form der Altersvorsorge - weniger hingegen die unteren Einkommensgruppen.

Voriger Artikel
Anklage fordert dreieinhalb Jahre Haft für früheren SS-Mann
Nächster Artikel
LVZ-Kolumne: Die Geduld und Hoffnung der Griechen

Riester-Sparer müssen jährlich vier Prozent ihres Einkommens einzahlen, wenn sie in den Genuss der staatlichen Zulage von 154 Euro kommen wollen.

Quelle: Andrea Warnecke/Symbol

Berlin. Diese Forschungsergebnisse präsentierten Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Die oberen 20 Prozent der Einkommensskala erhalten demnach etwa 38 Prozent der staatlichen Fördersumme. Auf die unteren 20 Prozent entfallen dagegen nur sieben Prozent des Geldes. Riester-Sparer müssen jährlich vier Prozent ihres Einkommens einzahlen, wenn sie in den Genuss der staatlichen Zulage von 154 Euro kommen wollen. Schon seit Jahren wird aber beobachtet, dass Geringverdiener vergleichsweise selten einen solchen Rentenvertrag abschließen.

Die Linke sieht die Studie als weiteren Beweis dafür, dass das Drei-Säulen-Prinzip von gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge gescheitert sei. Die Parteivorsitzende Katja Kipping beklagte: "Die Riester-Rente ist sozialpolitisch unsinnig und privilegiert die ohnehin Privilegierten."

Die Grünen forderten einen Neustart bei der Riester-Rente: "Geringverdiener brauchen eine Option, die sich für sie auch lohnt", sagte ihr Finanzexperte Gerhard Schick. "Die viel zu hohen Kosten der Riester-Produkte müssen runter." Der rentenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Markus Kurth, warb für die Einführung einer öffentlich-rechtlich verwalteten Basisrente als Alternative zu den Riester-Produkten: "Für Menschen mit geringem Einkommen birgt die geförderte private Altersvorsorge mehr Risiken als Chancen."

Die Bundesregierung und die Versicherer widersprachen den Zahlen der Forscher. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft betonte, mehr als 60 Prozent der Versicherten, die eine Zulage bekommen, lägen unter dem Einkommensdurchschnitt. Ähnlich argumentierte das Sozialministerium: Den Angaben einer Sprecherin zufolge verdient fast die Hälfte der Zulagenempfänger im Jahr weniger als 20 000 Euro.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr