Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Stützte NS-Verbrecher Barbie die Kokainmafia?

Kriminalität Stützte NS-Verbrecher Barbie die Kokainmafia?

Der geflüchtete NS-Verbrecher Klaus Barbie soll während seiner Zeit in Bolivien Kokaingeschäfte im großen Stil unterstützt haben. "Barbie war das Bindeglied zwischen Militärs, Politikern und der Drogenmafia um Roberto Suárez", sagte der Filmemacher Peter F.

Voriger Artikel
Alternde Bevölkerung: Vor allem Westdeutschland betroffen
Nächster Artikel
Erneut Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte

Der geflüchtete NS-Verbrecher Klaus Barbie soll während seiner Zeit in Bolivien Kokaingeschäfte im großen Stil unterstützt haben.

Quelle: Roland Witschel/Archiv

La Paz. F. Müller der Deutschen Presse-Agentur in Rio de Janeiro - am 8. September läuft bei Arte ein Dokumentarfilm über das "zweite Leben Barbies" mit entsprechenden Erkenntnissen. Dabei geht es um die chaotische Phase Anfang der 80er Jahre in Bolivien. Am 17. Juli 1980 kam es zum Putsch von General Luis García Meza, die brutale Militärdiktatur finanzierte sich unter anderem über Einnahmen aus dem Kokainschmuggel - linke und kommunistische Kräfte wurden verfolgt.

Peter Müller hat zusammen mit Michael Mueller drei Jahre für den Arte-Film recherchiert und stieß dabei unter anderem auf 180 Seiten umfassende, handgeschriebene Memoiren Barbies - dort äußere sich Barbie aber nicht zu dem Thema Kokain. Der Sohn des verstorbenen bolivianischen Drogenhändlers Roberto Suárez bestätigte der dpa regelmäßige Treffen seines Vaters mit Barbie Anfang der 80er Jahre. Da Suárez wiederum Besuche von Kolumbiens Drogenboss Pablo Escobar erhielt, wird auch über Kontakte Barbie-Escobar spekuliert. Pablo Escobar wurde damals zum Großabnehmer von Koka-Paste aus Bolivien.

Barbie ging als "Schlächter von Lyon" in die Geschichte ein. Er war dort von 1942 bis 1944 Gestapo-Chef. Ein Militärgericht verurteilte ihn in Lyon 1954 in Abwesenheit zum Tode. Der unter dem Namen Klaus Altmann in Bolivien lebende Barbie soll sehr enge Beziehungen zum Meza-Regime unterhalten und Unterstützer für den Putsch gesucht haben. "Das ist ein Kernteil unseres Films, die Verstrickung Barbies in den sogenannten Kokainputsch von García Meza", betonte Müller.

Barbie war auch zeitweise in Diensten des Bundesnachrichtendienstes und hat mit US-Geheimdiensten kooperiert. Nach Ende der Diktaturphase in Bolivien wurde Barbie 1983 an Frankreich ausgeliefert und 1987 zu lebenslanger Haft verurteilt. Er starb 1991 in Lyon.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Hier finden Sie Infos und Fotos vom Leipziger Opernball 2017 unter dem Motto „Moskauer Nächte“ mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr