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Nachrichten Politik Syrien-Allianz bekräftigt Zusammenarbeit
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21:51 28.04.2018
Sergej Lawrow, Außenminister von Russland, und Mevlüt Cavusoglu (rechts), Außenminister der Türkei, kommen zu einem gemeinsamen Treffen in Moskau Quelle: dpa
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Moskau

Russlands Außenminister Sergej Lawrow beschuldigt die Vereinigten Staaten, gezielt die Spaltung Syriens zu provozieren. Durch die jüngsten Raketenangriffe der USA, Großbritannien und Frankreich habe sich die Lage vor Ort verschärft, sagte Lawrow bei einem Treffen mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif und dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu in Moskau.

Die Erklärungen der USA zum Erhalt der territorialen Integrität Syriens seien „nur Worte, die offensichtlich Pläne zur Neuformatierung des Nahen Ostens und der Aufspaltung Syriens in Teile verdecken“, sagte Lawrow.

Astana-Prozess soll vorangetrieben werden

Russland, die Türkei und der Iran bezeichnen sich als Garantiemächte des sogenannten Astana-Prozesses, der die Gewalt in dem Bürgerkriegsland vermindern soll. Lawrow, Cavusoglu und Sarif vereinbarten bei ihrem Treffen, die Bemühungen für bessere humanitäre Hilfe in Syrien zu verstärken.

„Wir werden sicherstellen, dass diese Hilfe auf der effektivsten Weise bereitgestellt wird“, sagte Lawrow. Dafür wolle man mit der Regierung, der Opposition und Vertretern der Vereinten Nationen, dem Internationalen Roten Kreuz, dem Syrischen Roten Halbmond und anderen internationalen Organisationen zusammenarbeiten.

Internationale Hilfsorganisationen haben der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad wiederholt vorgeworfen, die Lieferung von Hilfsgütern an belagerte Rebellengebiete zu verhindern. Russland und der Iran sind Assads wichtigste Verbündete.

Erklärung gegen Einsatz von Chemiewaffen

Lawrow warf den Westmächten außerdem vor, den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf Duma Anfang dieses Monats als Vorwand für die Raketenangriffe benutzt zu haben. Gemeinsam mit Cavusoglu und Sarif gab er eine gemeinsame Erklärung heraus, in der Chemiewaffenangriffe verurteilt wurden. Berichte über ihren Einsatz sollten „unverzüglich und professionell“ von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen überprüft werden, hieß es.

Von RND/AP

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