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17:48 10.12.2018
"Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen (UN) unter einer Lupe. Quelle: epd-bild/Norbert Neetz
Hannover

Jedes Jahr am 10. Dezember wird der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen gedacht. Sie sind unabhängig von Ort und Zeit und gelten für jede Nationalität – oder kurzum für jeden Menschen. Zwar ist die Idee der Menschenrechte schon alt, schriftlich festgehalten wurden sie aber erstmals im Jahr 1948 als Reaktion auf den Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Wann wurden die Menschenrechte eingeführt?

Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. In Artikel 1 schrieben die damals 56 Staaten der Vereinten Nationen: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“.

Welche Länder haben die Menschenrechte verabschiedet?

48 Mitgliedsländer stimmten für die Erklärung, die noch unter dem Schock des Nazi-Terrors und des Zweiten Weltkriegs entstanden war. Bei ihrer Verabschiedung enthielten sich acht Länder: Jugoslawien, Polen, Saudi-Arabien, Sowjetunion, Südafrika, Tschechoslowakei, Ukraine und Weißrussland. Es gab keine Gegenstimmen und 48 Ja-Stimmen.

Die Menschenrechte: Artikel 1-30

Die Erklärung gilt als Meilenstein für den Schutz der Menschenrechte. Sie ist völkerrechtlich nicht verbindlich, setzte aber Normen für unveräußerliche Schutzrechte und Freiheiten, die für alle Menschen überall auf der Welt gelten sollen. Sie besteht aus einer Präambel und 30 Artikeln.

• Artikel 1: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

• Artikel 2: Verbot der Diskriminierung

• Artikel 3: Recht auf Leben und Freiheit

• Artikel 4: Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels

• Artikel 5: Verbot der Folter

• Artikel 6: Anerkennung als Rechtsperson

• Artikel 7: Gleichheit vor dem Gesetz

• Artikel 8: Anspruch auf Rechtsschutz

• Artikel 9: Schutz vor Verhaftung und Ausweisung

• Artikel 10: Anspruch auf faires Gerichtsverfahren

• Artikel 11: Unschuldsvermutung

• Artikel 12: Freiheitssphäre des Einzelnen

• Artikel 13: Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit

• Artikel 14: Asylrecht

• Artikel 15: Recht auf Staatsangehörigkeit

• Artikel 16: Eheschließung, Familie

• Artikel 17: Recht auf Eigentum

• Artikel 18: Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit

• Artikel 19: Meinungs- und Informationsfreiheit

• Artikel 20: Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit

• Artikel 21: Allgemeines und gleiches Wahlrecht

• Artikel 22: Recht auf soziale Sicherheit

• Artikel 23: Recht auf Arbeit, gleichen Lohn

• Artikel 24: Recht auf Erholung und Freizeit

• Artikel 25: Recht auf Wohlfahrt

• Artikel 26: Recht auf Bildung

• Artikel 27: Freiheit des Kulturlebens

• Artikel 28: Soziale und internationale Ordnung

• Artikel 29: Grundpflichten

• Artikel 30: Auslegungsregel

Jeder der 30 Artikel der Menschenrechte hat eine detaillierte Beschreibung. Diese können Sie zum Beispiel bei Amnesty International einsehen.

Der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

Die Menschenrechte vereinen alle erdenklichen Aspekte des alltäglichen Lebens. Dazu zählen das Recht auf Leben und auf Schutz vor willkürlicher Haft und Diskriminierung, auf Glaubens-, Presse- und Meinungsfreiheit. Um an die Erklärung zu erinnern, wird der 10. Dezember alljährlich als Tag der Menschenrechte begangen.

Grundlage der Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt

Auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte wie das Recht auf Arbeit, Erholung und Bildung sind in dem Dokument enthalten. In der Präambel wird die „Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und ihrer gleichen und unveräußerlichen Rechte“ betont. Dies bilde die Grundlage „der Freiheit, Gerechtigkeit und des Friedens in der Welt“.

Von RND

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