Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Taliban-Angriff: Zahl der Todesopfer steigt auf 140
Nachrichten Politik Taliban-Angriff: Zahl der Todesopfer steigt auf 140
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:53 22.04.2017
Afghanische Soldaten stehen in Masar-i-Scharif (Afghanistan) an einem Zugang zu einer Militärbasis. Quelle: AP
Anzeige
Kabul

Bei dem jüngsten Angriff der Taliban auf eine Militärbasis in der afghanischen Nordprovinz Balch sind mindestens 140 Soldaten getötet und mehr als 160 verwundet worden. Das sagte der Vorsitzende des Provinzrates, Mohammed Ibrahim Chair Andesch, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Taliban sprachen sogar von mehr als 500 Toten und Verwundeten. Ein Armeevertreter hatte zuvor noch die Zahl der Opfer mit mehr als 80 Toten und mindestens 70 Verwundeten angegeben. Balch gehörte lange zu den eher sicheren Provinzen Afghanistans.

„Hinterhältig“

Der Angriff am Freitag galt einem Armeestützpunkt nahe der Provinzhauptstadt Masar-i-Scharif. Dort betreibt die Bundeswehr ein Feldlager. Deutsche Soldaten kamen nicht zu Schaden. Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den Angriff als „hinterhältig“.

Einem afghanischen Militärvertreter zufolge trugen die Taliban-Kämpfer Uniformen der afghanischen Streitkräfte und fuhren mit Militärfahrzeugen sowie gefälschten Papieren vor. Zu Beginn ihres Angriffs hätten sie zunächst am Eingangstor eine Rakete gezündet. Zehn Taliban-Kämpfer griffen dann unter anderem Soldaten und Offiziere während des Freitagsgebets in einer Moschee auf dem Stützpunkt an.

Sicherheitslage in Afghanistan hat sich rapide verschlechtert

Die Taliban erklärten, vier ihrer Kämpfer hätten früher als Soldaten auf dem Militärstützpunkt gedient und daher gute Ortskenntnisse gehabt. Dazu veröffentlichten die Taliban angebliche Bilder der Angreifer. Die Angaben ließen sich nicht umgehend überprüfen.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich rapide verschlechtert, seit die Nato ihren Kampfeinsatz Ende 2014 offiziell beendet und die meisten Truppen abgezogen hat. Der Kampfeinsatz wurde von einem Ausbildungseinsatz abgelöst.

Von RND/dpa

Politik Anschlag auf BVB-Bus - Die perfide Wette auf den Tod

Die Ermittler sind sich sicher: Der 28-jährige Sergej W. soll den Anschlag auf Borussia Dortmund begangen haben. Offenbar wollte er möglichst viele Spieler töten – um dann vom fallenden Aktienkurs zu profitieren. Ein in der Kriminalgeschichte einmaliges Verbrechen.

23.04.2017

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici sieht der Präsidentschaftswahl am Sonntag mit Gelassenheit entgegen. Die Franzosen seien Europa zutiefst verbunden. Es sei unwahrscheinlich, dass am Ende ein radikaler Kandidat Präsident Frankreichs werde.

21.04.2017

Angesichts des politischen Richtungskampfes in der AfD bereiten sich die etablierten Parteien verstärkt auf einen Wechsel enttäuschter AfD-Mitglieder in andere Parteien vor. Fast alle Parteien sind dafür nicht offen. Eine Ausnahme bildet die CSU.

21.04.2017
Anzeige