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Nachrichten Politik Tatverdächtiger gesteht Mord an TV-Moderatorin
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19:33 11.10.2018
Der Tatverdächtige im Fall der ermordeten TV-Moderatorin Marinowa hat ein Geständnis abgelegt. Quelle: Filip Dvorski/dpa
Berlin

Der mutmaßliche Mörder der bulgarischen Moderatorin Wiktorija Marinowa kann wahrscheinlich schon bald nach Bulgarien ausgeliefert werden. „Der Tatverdächtige hat der beschleunigten Auslieferung in sein Heimatland zugestimmt und die Tat im Wesentlichen eingeräumt“, hieß es am Donnerstag im Justizministerium in Hannover. Deshalb könne die Auslieferung nach Bulgarien, wahrscheinlich „schon in wenigen Tagen geschehen“.

Auch seine Mutter erzählte von dem Geständnis ihres Sohnes, wie die „Welt“ berichtet. Demnach sagte sie dem bulgarischen TV-Sender Nova folgendes: „Er gab zu, dass er es getan hat, als er betrunken war und stark unter Drogen stand“, dann habe er gestanden und angefangen zu weinen. Der 20-jährige Tatverdächtige war am Dienstagabend in Stade festgenommen worden, wo er sich in der Wohnung seiner Mutter versteckt hatte.

Nach ersten Hinweisen hatte der unbewaffnete Mann seine Heimat per Auto verlassen. Die Leiche der 30-jährigen Journalistin war am Samstag in einem Park am Donauufer der Stadt Russe entdeckt worden. Sie hatte Investigativjournalisten in ihrer letzten TV-Sendung zu Gast, die über angeblichen Betrug mit EU-Fördergeldern in Bulgarien recherchieren.

Nach Angaben des bulgarischen Generalstaatsanwalts Sotir Zazarow besteht nach den derzeitigen Erkenntnissen kein Zusammenhang zwischen der Tat und ihrer Arbeit der Journalistin. Auch die niedersächsische Behörden hatten nach eigenen Angaben zunächst keine Hinweise auf eine Zugehörigkeit des Festgenommenen zu politischen Organisationen.

Von RND/dpa/lf

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