Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Telefonliste im Berliner Kempinski ohne Israel

Film Telefonliste im Berliner Kempinski ohne Israel

Der Franzose Claude Lanzmann schrieb mit seiner Dokumentation "Shoah" über den Massenmord an den Juden Filmgeschichte. Nun fühlt er sich an dunkelste Zeiten erinnert - wegen einer fehlenden Telefonvorwahl.

Voriger Artikel
Von der Leyen lobt Luftsicherung durch Polizei und Bundeswehr
Nächster Artikel
Sicherheitspaket: De Maizière setzt nach Anschlägen auf Härte

Das Fehlen der israelischen Vorwahl auf einer Telefonliste des Hotels Kempinski hat einen Eklat ausgelöst.

Quelle: Jens Kalaene/Archiv

Berlin. Der französische Filmemacher Claude Lanzmann ("Shoah") hat sich über eine fehlende Israel-Vorwahl auf der Telefonliste eines Berliner Hotels empört.

Der jüdische Dokumentarfilmregisseur warf dem Nobelhotel Kempinski in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor, die Nummer auf Betreiben arabischer Gäste absichtlich gelöscht zu haben. Dass Israel in der deutschen Hauptstadt so "ausradiert" worden sei, habe ihn geschockt, sagte der 90-jährige Regisseur.

Das Hotel wies die Vorwürfe zurück. "Dies würde auch unseren Grundsätzen von Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber allen Menschen widersprechen", erklärte eine Sprecherin. Die Liste sei keine vollständige Auflistung aller 193 Ländervorwahlen weltweit, sondern eine Auswahl. Es gebe keinen dezidierten Grund, Israel nicht zu nennen.

Inzwischen sei die Vorwahl ergänzt worden. "Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig dies zu entschuldigen", erklärte das Hotel.

Der 90-jährige Lanzmann beschrieb in seinem "FAZ"-Beitrag, wie ein Hotelmitarbeiter ihm sagte, die Nummer sei nach Beschwerden arabischer Gäste bewusst gestrichen worden. "Es war grauenhaft. Alles um mich herum schien wieder möglich zu werden. Nicht nur die Auferstehung des Nationalsozialismus. Auch alle seine zeitgenössischen Ausformungen, zu denen die Terroranschläge mit massenhaft Opfern genauso wie die Messerstechereien aus der Nähe gehören", berichtete der Regisseur, der mit der Dokumentation "Shoah" über den NS-Völkermord an den Juden Mitte der 80er Jahre Filmgeschichte schrieb.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr