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Politik Trump-Sprecher redet sich um Kopf und Kragen
Nachrichten Politik Trump-Sprecher redet sich um Kopf und Kragen
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18:36 12.04.2017
Sorgt mit seinen Äußerungen immer wieder für Empörung: Sean Spicer. Quelle: imago
Berlin

Bei seinem Versuch, seine Aussagen zu den Massenmorden der Nazis zurückzunehmen, verzettelte sich Spicer noch mehr. Bei dem Versuch, seinen Ausrutscher gegenüber CNN-Altmeister Wolf Blitzer zu erläutern, sagte beziehungsweise stammelte Sprecher Spicer Folgendes: „Es war mein Fehler, wie Sie richtigerweise gesagt haben. Und ich habe mich Ihnen gestellt um sicherzugehen, dass wir uns weiterhin auf das fokussieren, was der Präsident macht und auf seine entschlossenen Handlungen. Ich musste wirklich sicher sein, dass ich klarstellen kann, und nicht mit, Ablenkung jedweder Art von den entschlossenen Aktionen des Präsidenten in Syrien und den Maßnahmen, die er unternimmt, die Region zu destabilisieren und IS in Syrien auszurotten.“

Das absurde Gestammel, in dem der Sprecher des Präsidenten live bei CNN sagt, alles dafür tun zu wollen, dass Trump ungestört den Nahen Osten destabilisieren kann, sorgte für ähnlich viel Furore wie sein Holocaust-Statement.

Die Bundesregierung hatte zuvor Spicer, für seinen Vergleich von Giftgasangriffen im Syrien-Krieg mit der Nazi-Zeit kritisiert. „Das zeigt nur, was ohnehin die Haltung der Bundesregierung ist: Jeglicher Vergleich aktueller Situationen mit den Verbrechen des Nationalsozialismus führt zu nichts Gutem“, sagte der Regierungssprecher von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Steffen Seibert, in Berlin.

Spicer hatte zur Forderung an Russland nach einem Stopp der Unterstützung für Präsident Baschar al-Assad gesagt, nicht einmal ein so verabscheuungswürdiger Mensch wie Adolf Hitler sei so tief gesunken, Chemiewaffen einzusetzen. „Ich denke, wenn es zum Saringas kommt, hat er nicht – er (Hitler) hat das Gas nicht gegen seine eigenen Leute benutzt, wie es Assad macht.“ Auf den Einwurf einer Journalistin sagte er: „Ich verstehe Ihren Punkt, danke. Da war nicht (...) Er brachte sie in die Holocaust-Zentren, ich verstehe das.“ Später entschuldigte sich Spicer für den Vergleich.

Die Nazis ermordeten in den Gaskammern von Konzentrations- und Vernichtungslagern mehr als eine Million Menschen mit Giftgas, vor allem Juden, aber auch viele Sinti und Roma sowie andere Gruppen. Insgesamt brachten die Nationalsozialisten sechs Millionen Juden um.

Von RND/dpa/dk