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Politik Trump gibt Medien Schuld für Proteste
Nachrichten Politik Trump gibt Medien Schuld für Proteste
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17:01 11.11.2016
„Nicht mein Präsident“: Proteste gegen Donald Trump in Oakland. Quelle: EPA
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Los Angeles

In mehreren Großstädten der USA sind in der Nacht erneut Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Donald Trump zu protestieren – unter anderem in Chicago, Denver und Dallas. Dabei skandierten sie: „Nicht mein Präsident“. In Portland griffen Kundgebungsteilnehmer Polizisten mit Wurfgeschossen an, plünderten Geschäfte und zertrümmerten Autoscheiben.

Erst stachelt Trump, dann lobt er

Angesichts der Demonstrationen beschwerte sich Trump zuerst: „Ich hatte gerade eine sehr offene und erfolgreiche Präsidentenwahl. Jetzt protestieren professionelle Demonstranten, die von Medien angestiftet werden. Sehr unfair!“, twitterte er.

Neun Stunden später vollzog er eine Kehrtwende. „Ich liebe die Tatsache, dass kleine Gruppen von Protestlern in der vergangenen Nacht große Leidenschaft für unser großartiges Land gezeigt haben. Wir werden alle zusammenkommen und stolz sein“, twitterte Trump am Freitag.

Demonstrationen auch in Berlin

Zwei Protestdemonstrationen gegen den künftigen Präsidenten sind auch in Berlin geplant. Die Initiative „Trump Protest Berlin“ rief im Internet zu einer Kundgebung am Samstagnachmittag am Brandenburger Tor auf. Mehr als 2000 Menschen sagten auf Facebook bereits ihre Teilnahme zu.

Der Berliner Polizei lag am Freitagmittag jedoch nur eine Anmeldung der Initiative für eine Demonstration mit 50 Teilnehmern vor. Die Veranstaltung soll demnach um 16 Uhr in der Nähe der amerikanischen Botschaft stattfinden. Der genaue Ort stand noch nicht fest.

Die Initiatoren der geplanten Demonstration am Brandenburger Tor schrieben im Internet: „Wir müssen jetzt gegen Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie, Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Sexismus aufstehen.“ Sie betonten, dass der Protest friedlich sein solle. Außerdem gab es eine Anmeldung für eine Anti-Trump-Demonstration am Hermannplatz in Neukölln mit 80 Teilnehmern.

Von afp/dpa/RND

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