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Politik Trump gratuliert Erdogan zum Sieg
Nachrichten Politik Trump gratuliert Erdogan zum Sieg
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06:55 18.04.2017
US-Präsident Donald Trump. Quelle: dpa
Washington/Ankara

US-Präsident Donald Trump hat dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zum Ausgang des Verfassungsreferendums gratuliert. Trump habe dem türkischen Präsidenten am Montag telefonisch Glückwünsche überbracht, teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit. Zuvor hatte bereits das türkische Präsidentenbüro gemeldet, Trump habe Erdogan zu seinem Sieg beglückwünscht.

Trump-Sprecher hatte noch von Abwarten gesprochen

Der Zeitpunkt überrascht: Trumps Sprecher Spicer hatte sich am Nachmittag noch zurückhaltend zum Ausgang des Referendums geäußert. „Es gibt eine internationale Kommission, die das untersucht und in zehn bis zwölf Tagen ihren Bericht veröffentlichen wird. Wir werden warten und sie ihren Job machen lassen“, sagte er mit Blick auf die OSZE-Kommission.

Das Außenministerium forderte die Regierung und Präsident Erdogan auf, die grundlegenden Rechte und Freiheiten aller Bürger zu achten. Dabei dürfe es nicht darauf ankommen, wie diese am 15. April abgestimmt hätten, hieß es in einem Statement des Sprechers Mark Toner. Auch er nahm Bezug auf die ersten Erkenntnisse von OSZE-Wahlbeobachtern, die Unregelmäßigkeiten sowohl im Wahlkampf als auch am Abstimmungstag gesehen hätten. Es müsse nun der endgültige Bericht der OSZE-Kommission abgewartet werden.

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Wahlkommission stimmten 51,4 Prozent für die Verfassungsreform und die damit verbundene Einführung eines Präsidialsystems. Die Wahlbeteiligung betrug nach Regierungsangaben mehr als 85 Prozent.

Dank für Unterstützung bei Luftschlag

In dem Telefonat zwischen Trump und Erdogan ging es dabei nicht nur um das Referendum. Wie das Weiße Haus mitteilte, hätten beide Staatschefs zudem über den US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf Zivilisten gesprochen. Demnach bedankte sich Trump, dass Erdogan die Militäraktion unterstützt habe.

Von dpa/RND/zys