Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Trump lobt seine Reaktion auf Charlottesville-Vorfälle
Nachrichten Politik Trump lobt seine Reaktion auf Charlottesville-Vorfälle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:23 23.08.2017
US-Präsident Donald Trump bei einer Großkundgebung in Phoenix.  Quelle: dpa
Anzeige
Phoenix

 US-Präsident Donald Trump hat bei einer Großkundgebung in Arizona seine Position zu Rassisten und Neonazis in den USA verteidigt. Nach den gewalttätigen Zusammenstößen bei einer Rassistendemo in Charlottesville habe er sofort und eindeutig ablehnend reagiert, sagte Trump in der Nacht zu Mittwoch in Phoenix. Seine Worte seien perfekt gewesen.

Er habe sich in seinen Äußerungen immer auch gegen rechte Gruppierungen wie den Ku Klux Klan ausgesprochen, sagte Trump. Es sei die Schuld der Medien, dass darüber nicht korrekt berichtet worden sei.

Trump hält Versammlungen wie diese seit Amtsantritt im Januar regelmäßig ab. Sie sind für ihn eine wichtige Verbindung zu seiner Basis. Trump sagte, „unsere Bewegung ist eine Bewegung der Liebe“. Danach übte der Präsident anhaltende und auch für einen solchen Rahmen ungewöhnlich scharfe Kritik an den Medien.

„Reporter mögen unser Land nicht“

„Die einzigen, die Hassgruppen eine Plattform bieten, sind die Medien und die Fake News Medien“, sagte Trump. „Die Reporter mögen unser Land nicht.“ Dann behauptete der Präsident, verächtlich abwinkend und kopfschüttelnd, die Kameras hinten in der Halle würden gerade ausgeschaltet, weil er sich so kritisch äußere, „seht, wie die roten Lichter ausgehen!“ Währenddessen senden alle Sender weiter live.

Trump war für seine als verharmlosend wahrgenommene Reaktion auf Charlottesville scharf kritisiert worden. Er hatte die Gewalt, bei der eine Frau von einem mutmaßlichen Rechtsextremen mit einem Auto getötet worden war, „vielen Seiten“ zugesprochen. Er nannte Neonazis und Rassisten erst Tage später beim Namen, um danach wieder auf seine ursprüngliche Reaktion zurückzufallen.

Die Veranstaltung in Phoenix wurde von mehreren tausend Menschen besucht. Vor der Halle protestierten entgegen Trumps Worten ebenfalls einige Tausend ganz überwiegend friedlich. Der US-Präsident hatte behauptet, nur ganz wenige Protestler seien vor der Halle.

Tausende demonstrierten in Phoenix gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Quelle: AP
Mit Plakaten machten sie ihrem Ärger Luft. Quelle: AP

Von RND/dpa

Nach den Anschlägen von voriger Woche stehen die Behörden in Spanien noch vor offenen Fragen. Das Verhör der vier lebend gefassten mutmaßlichen Terroristen sollte zur Aufklärung beitragen. Einer von ihnen ist nun wieder freigelassen worden.

22.08.2017

Anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Gamescom hat der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, scharfe Kritik an der Digitalpolitik der Bundesregierung geübt.

22.08.2017
Politik Attacken auf Abgeordnete - Politiker werden bedrängt und bedroht

Der Ton gegenüber Politikern wird rauer: Sigmar Gabriel beklagt Beleidigungen auf dem Anrufbeantworter seiner Frau. Und in Herne fackeln Unbekannte die Autos der Abgeordneten Michelle Müntefering ab.

22.08.2017
Anzeige