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Politik Trump zur Krim-Krise: „Lasst uns Angela einbeziehen“
Nachrichten Politik Trump zur Krim-Krise: „Lasst uns Angela einbeziehen“
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06:15 29.11.2018
US-Präsident Donald Trump hofft in der neusten Ukraine-Krise auf Vermittlungshilfe von Kanzlerin Angela Merkel. Quelle: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
Washington

US-Präsident Donald Trump hat sich laut einem Medienbericht dafür ausgesprochen, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine einschaltet. Die New York Post veröffentlichte am Mittwoch einen Bericht mit Auszügen eines Interviews mit dem Präsidenten, in dem Trump den Vorfall im Asowschen Meer kritisiert.

„Wir werden sehen, wir werden herausfinden, was passiert ist. Ich mochte den Vorfall nicht und wir bekommen einen Bericht darüber, was passiert ist“, zitierte die Zeitung den US-Präsidenten. Laut dem Blatt fügte er dann hinzu: „Angela, lasst uns Angela einbeziehen!“. Trump sprach sich demnach auch dafür aus, neben Merkel auch Frankreich einzubeziehen ein - ließ aber offen, was die beiden Regierungen genau tun sollten.

Merkel hat sich bereits in den Konflikt eingeschaltet und am Montag erst mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko und dann mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert.

Poroschenko: „Sie ist eine große Freundin der Ukraine

Auch Poroschenko hofft auf die Hilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie sei eine große Freundin der Ukraine, sagte der Präsident der „Bild“-Zeitung. „Im Jahr 2015 hat sie durch ihre Verhandlungen in Minsk schon einmal unser Land gerettet, wir hoffen darauf, dass sie uns zusammen mit unseren anderen Alliierten noch einmal so sehr unterstützt.“ Zugleich habe er die Nato um Unterstützung gebeten und Marineschiffe für das Asowsche Meer an der Halbinsel Krim gefordert, erklärte Poroschenko

Am Sonntag hatte die russische Küstenwache ukrainischen Militärschiffen die Durchfahrt durch die Meerenge von Kertsch vor der von Russland annektierten Halbinsel Krim verweigert und ein Schiff gerammt. Die drei ukrainischen Schiffe wurden aufgebracht. Dabei fielen auch Schüsse. 24 Matrosen wurden festgesetzt.

Trump hat wegen der Spannungen zwischen den beiden Ländern ein Treffen zwischen ihm und Putin in Frage gestellt. Eine offizielle Absage der Begegnung beim G20-Gipfel Ende der Woche durch die US-Regierung gab es aber bislang nicht. Bei dem Gipfel ist auch ein Treffen zwischen Trump und Merkel geplant.

Von RND/dpa

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