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Politik UN verkünden neue Waffenruhe im Jemen
Nachrichten Politik UN verkünden neue Waffenruhe im Jemen
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07:17 18.10.2016
Kämpfer im Bürgerkrieg im Jemen. Quelle: AFP
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New York

Die Vereinten Nationen haben eine neue Waffenruhe im Bürgerkrieg im Jemen angekündigt. Ab Mitternacht am Dienstag (Ortszeit, 22.59 Uhr MESZ) würden die Waffen still stehen, teilte der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Ismail Ould Sheikh Ahmed, mit. Alle Beteiligten hätten zugesagt, sich daran zu halten. Die Waffenruhe gelte zunächst für 72 Stunden mit der Option auf Verlängerung.

Luftangriff auf Trauerfeier sorgt für neue Initiative

Im Jemen kämpfen schiitische Huthis gegen die von den sunnitischen Golfmonarchien und den USA unterstützte sunnitische Regierung. Sie beherrschen Teile vor allem im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa. Eine saudisch geführte Militärkoalition fliegt Luftangriffe gegen die Huthis.

Zuletzt starben bei einem Luftangriff auf eine Trauerfeier in der Hauptstadt Sanaa am vergangenen Samstag nach UN-Angaben mindestens 140 Menschen. Die saudische Militärkoalition bekannte sich später zu dem Angriff und berief sich auf „falsche Informationen“ der jemenitischen Verbündeten. Unmittelbar danach forderte die USA und auch die UN die Kriegsparteien im Jemen zu einer neuen Waffenruhe und Verhandlungen auf.

Im Jemen hat es bereits mehrere Anläufe zu einer Einstellung der Kämpfe gegeben. Zuletzt trat im April eine Waffenruhe in Kraft, die dann nach weitgehend erfolglosen Friedensgesprächen endete.

Mehr als 4000 zivile Opfer

Im Bürgerkrieg sind seit März 2015 mehr als 4000 Zivilisten getötet worden. Insgesamt gab es nach Angaben der UNO mehr als 6900 Opfer. Zudem lösten die Kämpfe eine schwere humanitäre Krise in dem ohnehin schwach entwickelten Staat aus. Mehr als drei Millionen Jemeniten wurden nach Angaben der Vereinten Nationen durch die Kämpfe aus ihren Häusern vertrieben. Ebenso viele sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. 1,5 Millionen Kinder leiden unter Unterernährung. Infolge einer Blockade durch die Militärkoalition ist die Versorgungslage in vielen Landesteilen extrem schwierig.

Von dpa/afp/RND/zys

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