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Politik US-Wahl: Neuauszählungen wohl auch in Michigan und Pennsylvania
Nachrichten Politik US-Wahl: Neuauszählungen wohl auch in Michigan und Pennsylvania
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21:17 26.11.2016
Die Präsidentschaftskandidatin der Grünen, Jill Stein, fordert eine Neuauszählung der Stimmen in Wisconsin, Pennsylvania und Michigan. Quelle: dpa
Washington

Im US-Staat Wisconsin werden nach der knappen Niederlage der Demokratin Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl die Stimmen neu ausgezählt. Eine entsprechende Petition reichte die Grünen-Bewerberin Jill Stein am Freitag bei der zuständigen Wahlkommission ein. Sie will außerdem auch Neuauszählungen in Pennsylvania und Michigan beantragen.

Hätte Clinton bei der Wahl am 8. November in allen drei Staaten gewonnen, wäre sie und nicht ihr Gegner Donald Trump der Gesamtsieger geworden.

Clinton-Lager unterstützt Neuauszählungen

Das Wahlkampf-Lager der unterlegenen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat unterdessen angekündigt, die Neuauszählung der Stimmen in drei Bundesstaaten mit besonders knappem Wahlergebnis zu unterstützen. Das teilte Rechtsberater Marc Erik Elias am Samstag mit. Demnach will sich das Lager jetzt aktiv an der Initiative der Grünen-Bewerberin Jill Stein beteiligen.

Trump ist bereits dabei, seine Regierung zusammenzustellen. Seine Vereidigung findet am 20. Januar statt. Der Republikaner hatte in Wisconsin mit einem Vorsprung von etwa 27 000 Stimmen gewonnen und auch Pennsylvania nur knapp für sich entschieden. Er scheint außerdem auf einen Sieg in Michigan zuzusteuern, wo das Ergebnis erst am Montag offiziell feststehen wird.

Die Neuauszählung in Wisconsin muss bis zum 13. Dezember abgeschlossen sein. Will Stein auch entsprechende Anträge in den beiden anderen Staaten einreichen, muss sie das in Pennsylvania spätestens am Montag tun, in Michigan am Mittwoch. Dann laufen die Fristen ab.

Wahlautomaten anfällig für Hackerangriffe

Computer-Experten hatten darauf hingewiesen, dass die in Wisconsin benutzten Wahlautomaten anfällig für Hackerangriffe seien und deswegen in anderen Bundesstaaten, etwa Kalifornien, nicht benutzt werden dürfen. Die favorisierte Clinton hatte in Stimmbezirken, in denen Wahlmaschinen benutzt wurden, deutlich schlechter abgeschnitten als in Wahllokalen, wo auf handgeschriebene Stimmzettel gesetzt worden war.

Landesweit waren bei der Wahl am 8. November auf Clinton rund zwei Millionen mehr Stimmen entfallen als auf Trump. Die Vergabe der Wahlmänner erfolgt jedoch auf Basis der Bundesstaaten nach dem Winner-Takes-All-Prinzip: Hohe Siege zählen nicht mehr als knappe.

Von RND/dpa

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