Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik USA beschießen Huthi-Rebellen im Jemen
Nachrichten Politik USA beschießen Huthi-Rebellen im Jemen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:09 13.10.2016
Wurde binnen vier Tagen zweimal von Rebellen beschossen: Der US-Zerstörer USS Mason vor der Küste des Jemens Quelle: US NAVY/HANDOUT
Anzeige
Washington

Nach wiederholtem Raketenbeschuss von US-Kriegsschiffen vor der Küste des Jemen haben die USA erstmals Ziele der schiitischen Huthi-Rebellen in dem Land angegriffen. Zuvor war nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums zum zweiten Mal binnen vier Tagen am Mittwoch der Zerstörer USS Mason vor der Küste des Jemens aus dem Gebiet der schiitischen Rebellen beschossen worden.

Drei Radaranlagen in einem von den Rebellen kontrollierten Gebiet an der jemenitischen Küste seien am Mittwoch (Ortszeit) mit Marschflugkörpern beschossen worden, erklärte Pentagon-Sprecher Peter Cook.

Nach ersten Erkenntnissen seien die Ziele zerstört worden. Die angegriffenen Radaranlagen seien an den Angriffen auf das Kriegsschiff „USS Mason“ und andere Schiffe in der Region beteiligt gewesen, betonte der Pentagon-Sprecher. Sie seien beschossen worden, um die US-Soldaten und -Schiffe in der Region zu schützen. 

Rebellen dementieren Beschuss

Die jemenitischen Rebellen dementierten die Raketenangriffe auf die Kriegsschiffe. Die Vorwürfe seien haltlos, sagte ein mit den Rebellen verbündeter Militärvertreter laut der Nachrichtenagentur Saba. Die mit den Rebellen verbündeten Teile der Armee und die Volkskomitees hätten „nichts mit dieser Sache zu tun“.

Am Mittwoch war zum zweiten Mal binnen weniger Tage ein US-Kriegsschiff vor der Küste des Jemen mit einer Rakete beschossen worden. Sie verfehlte allerdings ihr Ziel.

Bereits am Sonntag waren zwei Raketen von Gebieten unter Kontrolle der schiitischen Huthi-Rebellen auf zwei US-Kriegsschiffe im Roten Meer abgefeuert worden, hatten jedoch ebenfalls nicht getroffen.

USA prüfen Unterstützung für Koalition

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des sunnitischen Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen vom Iran unterstützte schiitische Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Die Huthis hatten Anfang 2015 die im Norden gelegene Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert.

Seit März 2015 fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes arabisches Militärbündnis Luftangriffe auf die Rebellen. Seither wurden nach Schätzungen der UNO mehr als 6700 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten.

Die USA unterstützen die arabische Militärkoalition im Kampf gegen die Huthis und ihre Verbündeten in den Reihen der Armee. Nach einem Luftangriff auf eine Trauerfeier in Sanaa, bei dem am Samstag mehr als 140 Menschen getötet worden waren, kündigte Washington jedoch an, seine Unterstützung für die Koalition zu überprüfen.

Von afp/dpa/RND/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der thailändische König Bhumibol liegt im Sterben – Tausende beten vor seinem Krankenhaus. Sein Tod könnte das Land in neue Unruhen stürzen.

13.10.2016

Nach dem Suizid des terrorverdächtigen Syrers Dschaber al-Bakr in der JVA Leipzig ist das Entsetzen groß - und sind viele Fragen offen. Wie konnte sich der 22-Jährige das Leben nehmen? Welche Folgen hat der Fall für die Justiz in Sachsen? Lesen Sie hier die Pressekonferenz der Behörden im Minutenprotokoll.

13.10.2016

Einer der bestbewachten Gefangenen des Landes erhängt sich in seiner Zelle: Der Fall al-Bakr wirft viele Fragen auf. Die sächsische Justiz antwortet in einer Pressekonferenz.

13.10.2016
Anzeige