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Politik USA riskieren durch Manöver neue Nordkorea-Krise
Nachrichten Politik USA riskieren durch Manöver neue Nordkorea-Krise
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17:53 20.08.2017
Donald Trump und Kim Jong Un im koreanischen Fernsehen. Quelle: AP
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Seoul

Nach ihrem Krieg der Worte und gegenseitigen Drohungen hatten US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zuletzt verbal abgerüstet. Doch wie lange die Menschen in der Region durchatmen können, ist offen. Denn die Streitkräfte der USA und Südkoreas halten von Montag bis Ende dieses Monats ihr alljährliches Manöver „Ulchi Freedom Guardian“ ab.

In beiden Ländern besteht die Sorge, der Dauerkonflikt um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm könnte sich durch das Manöver wieder verschärfen und Kim womöglich dazu veranlassen, den Befehl zu weiteren Raketentests zu geben.

„Törichtes und dummes Verhalten des Yankees“

Die nordkoreanische Führung stieß am Sonntag wüste Drohungen aus. So warnte die Regierungszeitung „Rodong Sinmun“ davor, dass die USA und Südkorea die Situation „in eine unkontrollierbare Phase des Atomkriegs“ führen. Diktator Kim Jong Un kündigte an, sich das „törichte und dumme Verhalten des Yankees“ genauer anzuschauen.

Insbesondere in den USA ist man besorgt, ihre Pazifikinsel Guam, auf der Washington einen strategisch wichtigen Militärstützpunkt unterhält, könnte die Bedrohung durch Nordkoreas Raketen zu spüren bekommen. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang unterstellt den USA regelmäßig, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten.

„Das hat die Befürchtungen erhöht, das diesjährige UFG-Manöver könnte eine neue Krise auslösen, da Nordkoreas Führer Kim Jong Un die Drohung aufrechterhalten hat, Raketen in die Gewässer nahe Guam zu feuern“, schreibt die Militärzeitung „Stars and Stripes“. 

Weniger Soldaten als sonst nehmen teil

Das Pentagon kündigte an, an UFG würden diesmal neben bis zu 50.000 südkoreanischen Soldaten 17.500 amerikanische Soldaten teilnehmen – einige tausend weniger als im vergangenen Jahr. Das hatte bereits in Südkorea Spekulationen ausgelöst, die USA und Nordkorea könnten geheim verhandelt haben. Trump hatte Kim zuletzt gelobt: „Er hat eine sehr weise und gut durchdachte Entscheidung getroffen“, twitterte der US-Präsident am Mittwoch.

Von Dirk Godder/dpa

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