Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Union sollte GroKo nicht leichtfertig abschreiben
Nachrichten Politik Union sollte GroKo nicht leichtfertig abschreiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 03.12.2017
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Quelle: dpa
Kiel

„Ich rate allen, auch in meiner Partei, die Perspektiven einer Großen Koalition nicht schlecht zu reden, bevor die Verhandlungen darüber überhaupt begonnen haben. Schon bei den Jamaika-Verhandlungen haben die pessimistischen Unkenrufe zu Beginn und im Verlauf der Gespräche auch zum Scheitern am Ende beigetragen“, sagte Günther den Zeitungen des (RND, Montagausgaben). Angesichts der starken Rolle Deutschlands in Europa und in der Welt sei „leichtfertiges Spekulieren auf eine Minderheitsregierung fehl am Platz“.

Günther, ein Befürworter einer schwarz-gelb-grünen Koalition, ruft jetzt zu einer positiven Gestaltung einer Großen Koalition auf: „Ich mache kein Hehl daraus, dass meine Wunschlösung noch immer Jamaika heißt. Trotzdem müssen wir jetzt auf Augenhöhe und mit Optimismus in die Gespräche mit der SPD gehen.“

Bei einer „Konzentration auf die Kernbereiche“ ließe sich auch in einer GroKo in den nächsten Jahren erfolgreich für Deutschland arbeiten. Günther nannte dafür sechs zentrale Aufgabenfelder: „Chancen der Digitalisierung nutzen, Fachkräftemangel entgegenwirken durch eine bessere Bildungspolitik und ein modernes Einwanderungsrecht, Investitionen in Infrastruktur beschleunigen und gleiche Lebensverhältnisse in Deutschland zu ermöglichen.“

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Vereinigten Staaten haben die Unterstützung der UNO-Flüchtlingserklärung gekündigt. Die ausgearbeitete New Yorker Erklärung sei nicht vereinbar mit den Grundsätzen der US-Einwanderungspolitik.

03.12.2017

Mit höheren Zuschüssen will die Bundesregierung abgelehnte Asylbewerber zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen. Geflüchtete können die „Reintegrationsunterstützung“ beantragen und erhalten Start- und Wohnungsgeld.

03.12.2017

Die AfD reibt sich bei der Suche nach einer neuen Bundesspitze in Flügelkämpfen fast auf. Gauland kann mit seiner Wahl zum Co-Vorsitzenden die Situation gerade noch entschärfen. Doch die schwelenden Konflikte dürften die AfD bald wieder einholen.

03.12.2017