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Politik Grenzkontrollen in Österreich führen zu langem Stau
Nachrichten Politik Grenzkontrollen in Österreich führen zu langem Stau
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11:04 09.07.2018
Polizisten kontrollieren die Einreise von Italien nach Österreich am Brennerpass. In der Nacht hat die für fünf Tage geplante Kontrolle begonnen. Quelle: dpa
Brennerpass

Österreich hat in der Nacht zum Montag mit befristeten Einreisekontrollen an wichtigen Grenzübergängen begonnen. Seit Mitternacht werden Reisende unter anderem beim deutsch-österreichischen Autobahnübergang Kiefersfelden/Kufstein sowie bei der Einreise von Italien am Brenner kontrolliert. Dort müssen die Fahrzeuge nach Polizeiangaben für Sichtkontrollen auf Tempo 30 abbremsen. Um lange Staus möglichst zu verhindern, sollen zwei Spuren offenblieben. Dennoch müssen Auto- und Lkw-Fahrer mit erheblichen Behinderungen rechnen. 

Schon am Montagmorgen führte die Blockabfertigung von Lastwagen auf der österreichischen Seite der Inntalautobahn zu einem langen Stau in Bayern. Am Grenzübergang Kiefersfelden im Landkreis Rosenheim auf der A93 stauten sich kilometerlang Autos und Lkws. „Der Stau begann gegen 5.00 Uhr mit rund fünf Kilometern und beträgt nun rund 15 Kilometer“, sagte eine Polizeisprecherin am Montagmorgen.

Kontrollen wegen Konferenz der EU-Innenminister

Die Grenzkontrollen sollen bis Freitag dauern. Sie betreffen – neben dem Brenner – die Übergänge von Deutschland ins österreichische Bundesland Tirol. Die Einreise nach Österreich zum Beispiel über Salzburg und Passau ist ohne Kontrollen möglich.  

Der Schritt wird mit Sicherheitsmaßnahmen rund um die zweitägige Konferenz der EU-Innenminister in Innsbruck begründet. Die Ressortchefs tagen dort am 12. und 13. Juli. Die Grenzkontrollen hingen nicht mit der Zuwanderer-Debatte zusammen, wurde betont. „Wir sind auf der Suche nach möglichen Störern, nicht speziell nach Migranten“, sagte ein Polizeisprecher. Bereits jetzt sind erneut fünftägige Kontrollen geplant - und zwar rund um das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 20. September in Salzburg.

Von RND/dpa