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Politik Vom Kanzlerkandidaten zum Komiker
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07:57 24.04.2017
Mit Kabarettist Florian Schroeder (l.) geht Steinbrück mit einer Satireshow auf Tournee. Quelle: RND
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Berlin

Auch politische Gegner haben sein Unterhaltungspotenzial geschätzt. Im verkorksten Bundestagswahlkampf 2013 streckte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück den Deutschen entnervt auf einem Magazin-Cover den Mittelfinger entgegen – und sein „Hätte, hätte, Fahrradkette“ als Entgegnung auf die Frage, ob er nicht hätte wissen können, dass sein Wahlslogan („Das Wir entscheidet“) ausgerechnet von einer Leiharbeitsfirma genutzt wird, wurde zum heiter-tragischen Sinnbild des SPD-Wahlkampfs. Nun will der ehemalige Finanzminister selbst ins komödiantische Metier wechseln. Mit Kabarettist Florian Schroeder geht Steinbrück mit einer Satireshow auf Tournee.

Das Programm verspricht die „lustigste Wahlkampfveranstaltung“ des Sommers zu werden, mit „Biss, Witz, Satire und Stinkefinger-Garantie“. Für Juli sind Hallen in Berlin, Hamburg und Köln gebucht.

Steinbrück verliert gegen Merkel

Steinbrück, der die Wahl 2013 gegen Angela Merkel verloren hatte, hat sein Bundestagsmandat im vergangenen Herbst niedergelegt. Danach wurde er Vorstandsberater bei der Bank ING Diba – ein Job, der offenbar noch Raum für eine neue Karriere lässt.

Womöglich kann sich Steinbrück auf neuer Bühne auf eine Weisheit stützen, die er bei seiner Abschiedsrede im Bundestag den Kollegen mit auf den Weg gegeben hat. In der Politik komme es nicht nur darauf an, was man sage und tue, sondern auch darauf, wie man dabei gucke, erklärte er. Und fügte hinzu: „Das habe ich dem Kollegen Schäuble auch noch einmal gesagt.“ Es gab Applaus von allen Seiten.

Von RND/Dirk Schmaler

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