Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Wahlumfragen: Kretschmann in Führung
Nachrichten Politik Wahlumfragen: Kretschmann in Führung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:40 04.03.2016
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und sein CDU-Herausforderer Guido Wolf. Fotos: Bernd Weißbrod Quelle: Bernd Weissbrod
Anzeige
Stuttgart/Mainz/Magdeburg

Die Grünen könnten erstmals stärkste Kraft in einem deutschen Landtag werden. Eine Woche vor der Wahl in Baden-Württemberg sehen neueste Umfragen die Partei von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 32 Prozent an der Spitze.

Die CDU kommt in ihrem Stammland nach dem ZDF-"Politbarometer" vom Freitag nur auf 30 Prozent. Der am Vorabend veröffentlichte "Deutschlandtrend" der ARD sieht die Christdemokraten sogar nur bei 28 Prozent. Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich unterdessen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ab. In Sachsen-Anhalt steuert Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf einen klaren Wahlsieg zu.

Kretschmanns Grüne liegen in Baden-Württemberg zwar in Führung, doch für eine Fortsetzung der grün-roten Koalition würde es derzeit nicht reichen. Beide Wahlumfragen sehen die SPD im Südwesten nämlich nur bei 13 Prozent - und damit auf Augenhöhe mit der AfD, die je nach Umfrage mit 11 bis 13 Prozent rechnen darf. "Grün-Rot ist die erste Präferenz", betonte die Grünen-Vorsitzende Simone Peter, die im BR-Interview aber auch einem Bündnis mit der CDU keine Absage erteilen wollte: "Ausschließen wäre die falscheste Option."

In Rheinland-Pfalz liegt die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer nur noch knapp hinter der CDU von Herausfordererin Julia Klöckner. Die Sozialdemokraten kommen in beiden Umfragen auf 34 Prozent, die CDU liegt im ZDF bei 35, in der ARD bei 36 Prozent. Das aktuelle rot-grüne Regierungsbündnis ist in Mainz aber derzeit ebenso ohne Mehrheit wie eine schwarz-gelbe Koalition.

Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff muss um die Fortsetzung seiner Koalition mit der SPD bangen. Haseloffs CDU kommt zwar im ZDF-"Politbarometer" auf 32 und im ARD-"Deutschlandtrend" auf 31 Prozent, doch die Sozialdemokraten liegen in beiden Umfragen lediglich bei 15 Prozent und damit hinter der Linken (20-21 Prozent) und der AfD, die im ZDF auf 17, bei der ARD sogar auf 19 Prozent kommt. In allen drei Bundesländern wird am 13. März gewählt.

Nicht nur in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg steht die AfD vor dem Einzug in den Landtag - auch in Rheinland-Pfalz kommt die Partei nach den neuen Wahlumfragen auf 9 bis 10 Prozent. Die Grünen sind zwar nirgendwo so stark wie in Baden-Württemberg, scheinen aber sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Sachsen-Anhalt die Fünf-Prozent-Hürde überspringen zu können.

Die FDP kommt zwar in Baden-Württemberg auf 7 bis 8 Prozent muss ansonsten aber zittern: In Rheinland-Pfalz liegen die Freidemokraten zwischen 5 und 6 Prozent, in Sachsen-Anhalt sind es hingegen nur 4,0 bis 4,5 Prozent. Dafür liegt die Linke in den beiden westdeutschen Bundesländern unter der Marke von 5 Prozent.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unbekannte haben einen Brandanschlag auf ein Mehrfamilienhaus im schleswig-holsteinischen Schleswig verübt, in dem auch eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien lebt.

04.03.2016

Das Bundesfinanzministerium hat die Forderung der Länder abgelehnt, mehr Geld zur Deckung der Ausgaben für Flüchtlinge beizusteuern. Von den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln für Unterbringung und Integration sei noch nicht einmal ein Sechstel abgerufen worden.

04.03.2016

Stuttgart/Ettlingen (dpa) - Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt die baden-württembergische CDU heute zum Endspurt im Landtagswahlkampf an. Getrübt wird der Parteitag in Ettlingen bei Karlsruhe von einer neuen Wahlumfrage, die die CDU in ihrer einstigen Hochburg nur noch bei 28 Prozent der Stimmen und damit hinter den Grünen mit 32 Prozent sieht.

04.03.2016
Anzeige