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Politik Weniger Flüchtlinge an deutscher Grenze gestoppt
Nachrichten Politik Weniger Flüchtlinge an deutscher Grenze gestoppt
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12:12 24.12.2017
Quelle: dpa
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München/Stuttgart - 

Immer weniger Flüchtlinge kommen über Österreich, Tschechien und die Schweiz nach Deutschland. Nach Angaben der Bundespolizei ist die Zahl der eingereisten Flüchtlinge in diesem Jahr deutlich zurückgegangen: Bis einschließlich November seien an der Grenze zu Bayern und Baden-Württemberg etwa 19 600 Flüchtlinge gezählt worden, sagte ein Sprecher. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 74 000 unerlaubte Einreisen.

Allein über Bayern kamen demnach knapp 16 000 Flüchtlinge nach Deutschland, 2016 waren es 70 000. An der deutsch-schweizerischen Grenze im Bereich der Inspektionen Weil am Rhein und Konstanz wurden bislang 3673 unerlaubt eingereiste Menschen aufgegriffen. Im gleichen Zeitraum 2016 waren es 4434 Menschen, im gesamten vergangenen Jahr 5039 Menschen gewesen.

An der Grenze zu Bayern registrierte die Bundespolizei 410 Fälle von Schleusung, 2016 waren es 665. Die 2017 dort aufgegriffenen Flüchtlinge waren zumeist Männer zwischen 16 und 35 Jahren und stammten aus Nigeria, Afghanistan, Syrien und dem Irak. In Baden-Württemberg kamen vor allem Migranten aus Guinea, Nigeria und Eritrea, aber auch aus Somalia und Gambia an.

Illegale Einwanderung auch auf eigene Faust

Ein Großteil der Flüchtlinge kam mit der Bahn, viele reisten auch in Bussen und Autos. Fast 900 Migranten versuchten auf Güterzügen Bayern zu erreichen und wurden dabei gestoppt. Etwa 40 Prozent der 2017 an der deutsch-österreichischen Grenze eingereisten Flüchtlinge seien zurückgewiesen worden, teilte der Polizei-Sprecher mit. Generell sei die Zahl der Flüchtlinge im Laufe des Jahres konstant geblieben, wenngleich sie in den Sommermonaten etwas höher ausgefallen sei.

Laut Bundespolizei war an der deutsch-schweizerischen ein Großteil der illegal Einreisenden mit der Bahn unterwegs, es würden aber auch Linienbusse und Autos genutzt. Von Januar bis November habe es 18 Schleusungsfälle gegeben, im Jahr 2016 insgesamt 30. Im Gespräch mit den Flüchtlingen und durch Ermittlungen der Bundespolizei habe sich aber gezeigt, dass neben Schleusungen auch Reisen auf eigene Faust stattfänden, sagte die Sprecherin weiter. „In sozialen Netzwerken existieren hierfür Wegbeschreibungen und Mobiltelefone besitzen die notwendigen Routenplaner.“

Die Asylsuchenden seien nach der Einreise kontrolliert und anschließend an die Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet worden, hieß es bei der Bundespolizei weiter. „Wird ein Asylantrag gestellt, erfolgt die Prüfung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.“ Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise vor gut zwei Jahren waren binnen weniger Monate Hunderttausende Asylbewerber - größtenteils ohne gültige Papiere - nach Deutschland gekommen.

Von RND/dpa

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