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Nachrichten Politik Wer kann Kanzler? Gerhard Schröder hat drei Favoriten
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12:36 11.07.2018
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Quelle: dpa
Hannover

Gerade erst hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine ausgewachsene Regierungskrise einigermaßen überstanden, schon wird über ihre Nachfolge spekuliert. Kein Geringerer als ihr Vorgänger Gerhard Schröder wirft drei Namen in den Ring: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet für die CDU sowie Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil für die SPD.

In der CDU sehe er nur Laschet als geeigneten Anwärter auf die Nachfolge von Merkel, sagte Schröder dem Magazin „Stern“. „Sein Politikkonzept ist gar nicht so schlecht“, kommentierte er. „Er hat enge Kontakte in die Wirtschaft. Daneben aber betont er auch die soziale Frage.“ Insofern sei er ein schwieriger Gegner, mit dem man in der SPD rechnen solle.

Schröder für Begrenzung der Amtszeit des Bundeskanzlers

Die SPD habe immer nur dann Erfolg, wenn der Kanzlerkandidat auch wirtschaftliche Kompetenzen vorzuweisen habe, sagte Schröder. „Und da sehe ich gegenwärtig zwei: Olaf Scholz, den Finanzminister, und Stephan Weil, den Ministerpräsidenten von Niedersachsen.“ Zugleich erinnerte Schröder daran, dass qua Amt in der SPD der oder die Parteivorsitzende traditionell das erste Zugriffsrecht habe, wenn es um eine Kanzlerkandidatur gehe. Schröder plädierte zugleich für eine Begrenzung der Amtszeit des Bundeskanzlers. „Zwei Perioden, acht Jahre. Ich finde, das wäre nicht schlecht“, sagte er.

Auch mit Nicht-Politischem macht der Altkanzler derzeit Schlagzeilen: Er hat die Südkoreanerin Soyeon Kim geheiratet. Das bestätigte die Braut dem Magazin „Bunte“. „Ja, es stimmt. Wir haben am 2. Mai in meiner Heimatstadt Seoul geheiratet. Wir sind sehr glücklich“, sagte die 48-Jährige. Es ist Schröders fünfte Ehe.

Von RND/dpa

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