Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Zschäpe will kein NSU-Mitglied gewesen sein
Nachrichten Politik Zschäpe will kein NSU-Mitglied gewesen sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:40 09.12.2015
Die Angeklagte Beate Zschäpe und ihr Anwalt Mathias Grasel. Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat ihr mehr als zweieinhalbjähriges Schweigen im Münchner NSU-Prozess gebrochen. Quelle: Tobias Hase
Anzeige

n.

Zuvor hatte die 40-Jährige bestritten, an den zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen zu sein, die die Bundesanwaltschaft dem NSU vorwirft. Ihre Freunde Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hätten sie erst hinterher darüber informiert. Als sie davon erfahren habe, sei sie sprachlos und fassungslos gewesen.

Auch an dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn sei sie nicht beteiligt gewesen, behauptete Zschäpe. Böhnhardt und Mundlos hätten erklärt, es sei ihnen dabei nur um die Pistolen der beiden Polizisten gegangen, auf die sie geschossen hatten. Ein Polizist hatte den Angriff überlebt.

Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat die Opfer der Terrorgruppe NSU außerdem um Entschuldigung gebeten: "Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen Opfern und allen Angehörigen der Opfer der von Mundlos und Böhnhardt begangenen Straftaten."

Zschäpe muss sich vor dem Oberlandesgericht München als Mittäterin an sämtlichen Verbrechen verantworten, die dem NSU angelastet werden, darunter die zehn vorwiegend rassistisch motivierten Morde. Mundlos und Böhnhardt starben 2011 nach einem Banküberfall.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Alle sind sich einig: Die Asylverfahren dauern viel zu lang. Jetzt sollen Flüchtlinge einen Ausweis bekommen. Aber nicht sofort.

09.12.2015

Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern fordern, aber es in den eigenen Reihen nicht so genau nehmen? Die Vorsitzende der SPD-Frauen erinnert ihre Partei an die eigenen Grundsätze. Sie will Doppelspitzen in der SPD durchsetzen. Es gibt viel Gegenwind.

09.12.2015

Mehr Überstunden und 24-Stunden-Betrieb zum Abbau des Asylantragstaus? Der Leiter des Flüchtlings-Bundesamtes erteilt solchen Forderungen eine Absage - ein Grund: die schlechte Koordination in manchen Ländern.

09.12.2015
Anzeige