Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit 13-Jährige stirbt bei Unwetter - 30 tote Hirsche in Nordrhein-Westfalen
Nachrichten Polizeiticker Weltweit 13-Jährige stirbt bei Unwetter - 30 tote Hirsche in Nordrhein-Westfalen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:13 06.06.2011
Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Das Mädchen wurde von einer einstürzenden Gartenmauer begraben, teilte die Polizei mit. Obwohl Einsatzkräfte und Angehörige sie schnell bergen konnten, starb die 13-Jährige am Unfallort. Die genauen Hintergründe des Unglücks waren unklar.

Die Gewitter vom Sonntag waren allerdings erst der Vorgeschmack: Noch bis Mittwoch brodelt die „Wetterküche“ in Deutschland heftig. Feuchte Luft vom Mittelmeer lässt die Unwettergefahr steigen. Die Schwüle wird mancherorts fast unerträglich. Am Montag galten für ganz Deutschland Unwetter-Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Es sind derzeit keine geschlossenen Fronten, die Deutschland überqueren. Die Gewitter entstehen vielmehr lokal, denn es gibt kaum Wind: Die feucht-heiße Luft steigt hoch, das darin enthaltene Wasser kondensiert in der Höhe, es bilden sich Gewitterzellen. Eine erhöhte Unwetter-Gefahr sahen die Wetterfrösche für den Niederrhein, das Sauerland und das Weserbergland. Erst am Mittwoch soll sich das Wetter allmählich wieder beruhigen.

Am Sonntag fiel in weniger als einer Stunde an manchen Orten mehr Regen als sonst im ganzen Monat. Der DWD registrierte im osthessischen Alsfeld 101 Liter Regen pro Quadratmeter. „Das ist fast das Doppelte der üblichen Monatsmenge“, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom DWD in Offenbach. Wegen Überflutung musste sogar die nahe gelegene Autobahn A5 gesperrt werden.

Bei einem schweren Gewitter im nordrhein-westfälischen Mechernich wurden mindestens 30 Hirsche aus einem Wildpark vom Blitz erschlagen. „Die meisten Tiere waren auf der Stelle tot“, sagte Besitzer und Wildhüter Albert Stobbe. Auch hier wütete ein schweres Gewitter. „Ein Blitz jagte den anderen, eine Stunde lang.“ Besucher fanden die ersten toten Tiere. „Die waren komplett durchgegart und hatten blaue Phosphor-Augen“, sagte Stobbe.

Mancherorts kam Hagel dazu. In Essen, Mainfranken oder Oberbayern wurden laut DWD bis zu drei Zentimeter große Hagelkörner gemeldet. „Typisch für diese hochsommerliche Gewitterlage“, sagte Meteorologe Malewski.

In Baden-Württemberg waren Pforzheim und die Umgebung besonders betroffen, wie die Feuerwehr berichtete. Der Starkregen spülte am Wochenende Gullydeckel auf und ließ Keller volllaufen.

Schlimm wüteten die Unwetter im Norden Bayerns in Unterfranken und im Oberallgäu: Hier meldeten die Polizeistationen über hundert überflutete Keller und Straßen. Ein Blitzeinschlag in ein Wehr bei Ochsenfurt bei Würzburg legte die Schifffahrt auf dem Main für einige Stunden lahm. Bei Sonthofen staute sich in Bächen Schwemmholz, es gab Schlamm- und Gerölllawinen. Weil Geröll auf die Gleise gerutscht war, musste die Bahnlinie Immenstadt-Oberstdorf vorübergehend gesperrt werden.

Überschwemmte Straßen und Keller auch in Hessen: In der Nacht zum Montag wurden mehrere Stadtteile von Alsfeld überschwemmt. Eine Frau wurde mit leichten Verletzungen aus den Fluten gerettet, berichtete die Feuerwehr.

In Thüringen geriet in Worbis nach einem Blitzeinschlag das Dach eines Einfamilienhauses in Brand. Verletzt wurde niemand.

Relativ ruhig blieb die Lage im Norden. In Hamburg und Schleswig-Holstein wurden für Montag aber neue Gewitter angesagt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der Flucht hat ein Dieb in Baden-Württemberg vor lauter Eile sein eigenes Kind vergessen. Der 28-Jährige hatte nach Polizeiangaben vom Hinterhof eines Supermarktes in Thannhausen Leergut geklaut und sich für mehrere Kisten im Laden gegenüber das Pfandgeld auszahlen lassen.

04.06.2011

Ein 45-jähriger Mann ist bei einer schweren Schlägerei zwischen zwei „Herrentagsgruppen“ auf einem S-Bahnhof in Rostock ums Leben gekommen. Bereits kurz nach der Tat wurden am Donnerstagabend drei Verdächtigte festgenommen, wie der Leitende Oberstaatsanwalt in Rostock, Klaus Müller, am Freitag sagte.

03.06.2011

Acht Monate nach Ermordung seiner Ehefrau ist ein 57-Jähriger aus dem Nordrhein-Westfälischen Unna am Montag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte seine schlafende Ehefrau in der Nacht zum 22. September 2010 mit einer Hantel erschlagen.

30.05.2011
Anzeige