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Babyleichenfunde: Mutter gesteht zwei Taten und steht erneut unter Mordverdacht

Babyleichenfunde: Mutter gesteht zwei Taten und steht erneut unter Mordverdacht

Mehr als fünf Jahre nach dem Fund zweier Babyleichen in Schleswig-Holstein sind die Taten aufgeklärt. Die Mutter der Kinder habe die Tötung gestanden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Flensburg. Die heute 28-Jährige aus dem Raum Husum habe sich nach einem Speicheltest bei der Mordkommission gemeldet. Die Ermittler verdächtigen die Frau zudem, drei weitere Kinder geboren und anschließend getötet zu haben. Gegen die Frau sei bereits am Mittwoch Haftbefehl wegen Totschlags in fünf Fällen ergangen.

Im März 2006 war in der Papiersortieranlage Ahrenshöft (Kreis Nordfriesland) eine Babyleiche gefunden worden. Die Nachgeburt entdeckten Ermittler in unmittelbarer Nähe der Leiche. Kurz nach dem Fund des toten Mädchens hatte die Polizei 239 Papiertonnen auf insgesamt 234 Grundstücken untersucht. Damals hatte es Hinweise darauf gegeben, dass die Mutter des toten Säuglings aus Schobüll (Kreis Nordfriesland) stammt. Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung wurden an der Leiche keine Verletzungen festgestellt.

Im März 2007 wurde auf einem Parkplatz an der B201 nahe Silberstedt (Kreis Schleswig-Flensburg) in einer Plastiktüte ein weiteres totes Baby entdeckt. Auch der kleine Junge hatte gelebt, als er zur Welt kam. Die Geschwister wurden nahe beieinander auf einem Kieler Friedhof begraben.

dpa

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