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Baggerfahrer bei Explosion eines Blindgängers in Euskirchen getötet - 13 Verletzte

Baggerfahrer bei Explosion eines Blindgängers in Euskirchen getötet - 13 Verletzte

Ein Baggerfahrer ist in Euskirchen nahe Bonn bei der Explosion eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen. 13 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer, wie die Polizei am Freitag berichtete.

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Die Explosion eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Freitag in Euskirchen bei Bonn einen Baggerfahrer getötet und 13 Menschen verletzt.

Quelle: dpa

Euskirchen. Im weiten Umkreis wurden Autos demoliert und Gebäude beschädigt, Scheiben gingen zu Bruch. Vermutlich war eine Luftmine explodiert, deren Zündung vor Jahrzehnten versagt hatte.

Der Baggerfahrer arbeitete für eine Firma aus Euskirchen, die das Gelände zur Lagerung und zum Recyceln von Bauschutt angemietet hatte. Er war am Mittag gerade damit beschäftigt, solchen Schutt zu einer Zerkleinerungsanlage zu transportieren, als sich die Explosion ereignete.

„Das war eine gewaltige Druckwelle“, sagte Polizeisprecher Norbert Hardt. Der schwere Bagger wurde erheblich beschädigt, Autos in der näheren Umgebung demoliert. Dachziegel wurden weggefegt. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter wurde von einer Druckwelle berichtet, die noch in großer Entfernung zu spüren gewesen sei. Noch 400 Meter weit habe es Schäden gegeben, sagte Hardt.

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Euskirchen. Der tödliche Blindgänger von Euskirchen könnte laut Polizei in einem Betonblock versteckt gewesen sein. Damit hätte sich der provisorische Umgang mit den Sprengkörpern in und nach dem Zweiten Weltkrieg gerächt. „Damals wurden die Blindgänger oft mit Beton übergossen, weil man sie nicht abtransportieren konnte“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Euskirchen bei Bonn.

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Was für ein Sprengkörper explodiert war, ist bislang nicht ganz sicher. Von einer Weltkriegs-Bombe war die Rede, die unentdeckt in dem Bauschutt oder im Erdreich darunter gelegen habe. Experten vor Ort vermuteten eine Luftmine. Diese werden als Blindgänger wesentlich seltener entdeckt als die häufigeren Fünf- oder Zehn-Zentner-Bomben, von denen allein in Nordrhein-Westfalen in jedem Jahr Hunderte gefunden und entschärft werden. Zuletzt wurde eine nicht gezündete, 1,8 Tonnen schwere Luftmine im November in Dortmund entschärft.

Dass nicht explodierte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, gehört auch an Rhein und Ruhr zum Alltag. In der Regel werden die Blindgänger aber bei systematischen Suchen rechtzeitig entdeckt, vor allem durch die Auswertung von Luftbildern.

Fast immer geht es glimpflich ab, und die Sprengkörper werden entschärft - allein in Nordrhein-Westfalen viele Hunderte im Jahr. Allerdings hat es auch bei diesen gefährlichen Einsätzen schon Zwischenfälle gegeben, zumal wenn die Experten die Bomben nicht entschärfen können, sondern kontrolliert sprengen müssen. Bei solchen riskanten Aktionen hatte es 2012 in München und in Viersen am Niederrhein erhebliche Verwüstungen gegeben.

dpa

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