Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Blindgänger von Euskirchen womöglich in Beton versteckt - weitere Untersuchungen
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Blindgänger von Euskirchen womöglich in Beton versteckt - weitere Untersuchungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:25 04.01.2014
Die Explosion eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Freitag in Euskirchen bei Bonn einen Baggerfahrer getötet und 13 Menschen verletzt. Quelle: dpa
Anzeige
Euskirchen

„Damals wurden die Blindgänger oft mit Beton übergossen, weil man sie nicht abtransportieren konnte“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Euskirchen bei Bonn. Bei der verheerenden Explosion waren am Freitag ein Baggerfahrer getötet und mindestens 13 Menschen verletzt worden.

Beim Recycling von Bauschutt war der Blindgänger explodiert. Vermutlich sei unbemerkt mit dem Schutt eine Weltkriegsbombe oder Luftmine angeliefert worden. Der Bagger, der die Explosion ausgelöst hat, war mit einem Greifarm ausgestattet. Sollte der Blindgänger tatsächlich in Beton eingegossen gewesen sein, habe der 50-jährige Baggerfahrer keine Chance gehabt, die tödliche Gefahr zu erkennen. Zwei weitere Mitarbeiter der Baufirma im Alter von 23 und 46 Jahren überlebten die Explosion schwer verletzt.

Eine gewaltige Druckwelle hatte in mehreren hundert Metern Umkreis Schäden angerichtet, die auch am Samstag noch nicht beziffert werden konnten. Fensterscheiben zersplitterten, Autos wurden demoliert, Garagentore herausgerissen, Fassaden beschädigt. „Es gehen nach wie vor Schadensmeldungen ein“, sagte der Polizeisprecher. Es sei aber offenbar keines der beschädigten Gebäude einsturzgefährdet.

Bislang habe sich bei den Ermittlungen auch kein Straftatverdacht ergeben. Spezialisten des Landeskriminalamts hatten am Samstag die Unglücksstelle vermessen. Dazu war auch ein Hubschrauber im Einsatz. Es seien Metallteile des Blindgängers und Sprengstoffspuren sichergestellt worden. Die weiteren Auswertungen sollen nun klären, um welche Art Kriegshinterlassenschaft es sich gehandelt hat.

Der Baggerfahrer arbeitete für eine Firma aus Euskirchen, die das Gelände zur Lagerung und zum Recyceln von Bauschutt angemietet hatte.

Die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes gehen davon aus, dass es sich bei der Munition um eine Bombe oder Mine aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Luftminen werden als Blindgänger wesentlich seltener entdeckt als die häufigeren Fünf- oder Zehn-Zentner-Bomben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer am Wochenende einige der Ratschläge zum Wintersturm in den USA verfolgte, konnte glauben, die Amerikaner seien dem Untergang geweiht. „Bewahren Sie folgende Dinge in ihrem Auto auf“, empfahl eine Versicherung auf Twitter, als eisige Winde und Schneemassen über das Land fegten: „Handy und Ladegerät, Schaufel, Decken, Taschenlampe, Essensvorräte, Wasser, Verbandskasten, zusätzliche Kleidung“.

04.01.2014

Im Krankenhaus von Grenoble berieten die Ärzte von Michael Schumacher das weitere Vorgehen, draußen huldigten über hundert Ferrari-Fans dem lebensgefährlich verletzten Formel-1- Rekordweltmeister zu dessen 45. Geburtstag.

03.01.2014

Ein Baggerfahrer ist in Euskirchen nahe Bonn bei der Explosion eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen. 13 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer, wie die Polizei am Freitag berichtete.

03.01.2014
Anzeige