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Polizeiticker Weltweit Bombendrohung an der Frankfurter Börse – Gebäude von der Polizei geräumt
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Bombendrohung an der Frankfurter Börse – Gebäude von der Polizei geräumt
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19:04 05.10.2011
Bombendrohung: Die Börse in Frankfurt am Main ist am Mittwoch geräumt worden (Archivfoto). Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Nach Angaben des Unternehmens war jedoch der wichtige Handel über das vollelektronische System Xetra nicht beeinträchtigt. Über das Programm laufen rund 90 Prozent der Wertpapiergeschäfte.

Nach etwa einer Stunde wurde Entwarnung gegeben, das Börsengebäude mitten in Frankfurt konnte wieder betreten werden. Der Spezialistenhandel, der im Mai den Parketthandel abgelöst hatte, wurde ebenfalls nach rund einer Stunde wieder aufgenommen.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Sicherheitsdienst des Unternehmens nach der Drohung den öffentlich zugänglichen Teil des Gebäudes in Frankfurt geräumt. Nach Angaben der Deutschen Börse waren etwa 100 Händler und Beobachter des Handels betroffen. Vor den Türen warteten aber insgesamt Hunderte Menschen, darunter auch viele Besucher der Energieeffizienzmesse der Industrie- und Handelskammer Frankfurt.

Polizisten suchten mit Spürhunden ohne Ergebnis nach möglichen Sprengkörpern. Die telefonische Drohung sei eher vage gewesen und am Nachmittag in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse AG in der Frankfurter Nachbarstadt Eschborn eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. In Eschborn selbst wurden keine Gebäude geräumt.

Zuvor hatte der Dax um rund fünf Prozent zugelegt. Angetrieben von Aussagen des Europa-Präsidenten des Internationalen Währungsfonds (IWF), Antonio Borges, kletterte der Dax nach einem ohnehin freundlichen Start um 4,91 Prozent auf 5473,03 Punkte. Insgesamt bleibt er aber in seiner Seitwärtsbewegung der vergangenen vier Wochen mit großen Ausschlägen in beide Richtungen.

Der MDax gewann 3,64 Prozent auf 8066,29 Punkte und der TecDax stieg um 2,56 Prozent auf 642,27 Punkte. Beide Indizes waren am Vortag auf neue Tiefststände seit einem beziehungsweise sogar zwei Jahren gefallen.

„Um jede Woche, um die sich die Griechenland-Krankheit verlängert, verlängert sich auch die mühsame Stabilisierung der Märkte“, kommentierte Börsenbriefautor Hans Bernecker die Schwankungen. Für das starke Plus machten Marktteilnehmer neben „Schnäppchenkäufen“ vor allem die Äußerungen aus den Reihen des IWF verantwortlich. Der Internationale Währungsfonds macht Druck und verlangt von den europäischen Ländern eine gemeinsame Strategie. Das Krisenmanagement der Europäer in der Euro-Schuldenkrise müsse „über den jetzigen Ansatz hinausgehen, um Erfolg zu haben“, erklärte der IWF.

dpa / nöß

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