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Bordell-Besucher mit K.o.-Tropfen betäubt - Weitere Fälle im Düsseldorfer Rotlicht-Skandal

Bordell-Besucher mit K.o.-Tropfen betäubt - Weitere Fälle im Düsseldorfer Rotlicht-Skandal

Im Düsseldorfer Rotlicht-Skandal um ausgeplünderte Freier wächst die Zahl der mutmaßlichen Opfer. Es seien Dutzende Anrufe eingegangen, berichtete ein Polizeisprecher am Donnerstag.

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Polizisten durchsuchen in Düsseldorf ein Bordell des Rotlicht-Königs Bert Wollersheim.

Quelle: dpa

Düsseldorf. Inzwischen gehen die Ermittler von rund 40 Fällen aus, die Dunkelziffer könnte noch weit höher liegen. In Bordellen in Düsseldorf sollen Besucher systematisch mit K.o.-Tropfen betäubt und dann ihre Kreditkarten geplündert worden sein. Mehrere Rotlicht-Größen sitzen deswegen in Untersuchungshaft, darunter Bert Wollersheim (61), bekannt aus der TV-Serie „Die Wollersheims“.

Unterdessen prüft das Ordnungsamt der Stadt Konsequenzen bis hin zur Schließung der Etablissements. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung.

Staatsanwalt Christoph Kumpa trat am Donnerstag der Version entgegen, es könne sich um Taten einzelner Angestellter ohne Wissen der Bordell-Chefs gehandelt haben. „Das ist Unsinn. Die Einnahmen aus den Kartenabbuchungen sind nicht einzelnen Angestellten zugeflossen.“

Um die Stammkunden nicht zu verprellen, waren offenbar gezielt weit gereiste Freier wie etwa Messebesucher ausgewählt worden. Die Polizei hat eine Telefon-Hotline eingerichtet (+49 211 870-5701). Die Ermittler gehen von über 100.000 Euro Beute aus. Bei einer Großrazzia waren am Dienstag mehr als 230.000 Euro Bargeld entdeckt worden.

Der Todesfall eines schwedischen Bordellbesuchers vor 13 Jahren ist dagegen offenbar nicht auf K.o.-Tropfen zurückzuführen. Die Ermittler hatten angekündigt, den Fall nochmal aufzurollen. Der Schwede war mit über drei Promille Alkohol im Blut in einem der Bordelle ums Leben gekommen.

Um die Opfer von Strafanzeigen abzuhalten, waren die Freier den Ermittlern zufolge inmitten von Prostituierten und großen Champagnerflaschen fotografiert worden. Die Fotos seien dann als Druckmittel verwendet worden. Es wird gegen 80 Verdächtige ermittelt.

dpa

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