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Brand in Füssener Kloster: Zwölf Verletzte - 100-Jähriger schwebt in Lebensgefahr

Brand in Füssener Kloster: Zwölf Verletzte - 100-Jähriger schwebt in Lebensgefahr

Zehn Mönche und zwei Helfer sind bei einem Brand im Franziskanerkloster Füssen im Allgäu verletzt worden. Ein 100 Jahre alter Pater erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in die Spezialklinik Murnau geflogen.

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Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen vor einem Franziskaner-Kloster in Füssen.

Quelle: dpa

Füssen. Fünf der katholischen Ordensbrüder kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei war das Feuer am Sonntag kurz vor 6.30 Uhr im Wohnbereich des Konvents ausgebrochen, vermutlich im Zimmer des 100-Jährigen. Die Ursache war zunächst unklar.

Den Schaden am historischen Klostergebäude bezifferte die Polizei mit rund 100 000 Euro. Jedoch seien auch kunsthistorische Gegenstände wie Gemälde und Ikonen beschädigt worden, so dass der Gesamtschaden deutlich höher sein dürfte, sagte ein Polizeisprecher. Die Klosterkirche wurde nicht beschädigt.

Rund 170 Einsatzkräfte waren vor Ort. Sie konnten drei Mönche über Feuerwehrleitern retten und verhindern, dass sich die Flammen ausbreiteten. Ein Feuerwehrmann und eine Polizistin wurden leicht verletzt. Am Vormittag war der Brand gelöscht. Das Kloster liegt am Rande der Füssener Altstadt, was die Löscharbeiten laut Polizei zusätzlich erschwerte.

„Er ist der älteste Franziskaner in ganz Deutschland. Schlimm, dass ihm das passieren musste“, sagt eine 81-jährige Anwohnerin über den hochbetagten Schwerverletzten. Sie habe den Pater, der seit längerem nicht mehr eigenständig laufen könne, eine Zeit lang betreut und kenne ihn gut. Wie das Feuer in seinem Zimmer ausbrechen konnte, ist ihr ein Rätsel. „Er hat nicht geraucht.“

Die Franziskaner sind trotz der dicken Klostermauern in das Leben der Stadt eingebunden und bei der Bevölkerung sehr beliebt, erzählen Kirchgänger. „Die sind ein Teil von Füssen. Man kennt jeden mit Namen und trifft sie oft in der Stadt“, sagt einer von ihnen.

Das Kloster wurde nach Angaben des Ordens 1628 auf Wunsch Füssener Bürger errichtet. 1836 wurde der Konvent in die bayerische Franziskanerprovinz aufgenommen. 1979 übernahm die Diözese Augsburg das Eigentumsrecht und renovierte Kloster und Kirche. Heute ist der Konvent den Angaben zufolge wegen seiner baulichen Beschaffenheit ein bevorzugter Lebensort für ältere Mitbrüder, die dort ihren Lebensabend verbringen.

dpa

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