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Bremer Innensenator will Rockerbande Mongols verbieten

Bremer Innensenator will Rockerbande Mongols verbieten

Nach Attacken auf verfeindete Rockerbanden droht dem Club MC Mongols in Bremen ein Verbot. Man wolle es noch in dieser Woche durchsetzen, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Montag.

Bremen. „Am nächsten Wochenende werden wir Ruhe haben." Die Mongols hatten an den beiden vergangenen Wochenenden in der Hansestadt die verfeindeten Hells Angels und Red Devils brutal angegriffen und dabei auch mit Knüppeln zugeschlagen. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot dazwischengehen.

„Die Mongols sind unberechenbar, die sind einfach durchgeknallt. Sie suchen mutwillig die Auseinandersetzung", begründete Mäurer den Schritt. Bei den Prügeleien seien die Provokationen eindeutig von dieser Gruppe und nicht den Hells Angels ausgegangen. Die Mongols seien „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung", sagte Polizeisprecher Dirk Siemering.

Der „Mongols M.C." entstand 1969 in der Nähe von Los Angeles. Der Name lehne sich an das alte mongolische Reich an, heißt es auf der internationalen Homepage des Clubs. Die berittenen Krieger aus der Mongolei eroberten in der Zeit um 1200 unter der Führung von Dschingis Khan viele Gebiete in Asien und Osteuropa. Von den Bremer Mongols besitzt nach Angaben der Polizei allerdings nur ein einziges Mitglied ein Motorrad.

Gewalttätige Auseinandersetzungen unter Rockern beschäftigen seit Jahren Gerichte in ganz Deutschland. Die Innenbehörden der Länder prüfen gegenwärtig die Chancen eines Verbots von Rockergruppen in Deutschland. Entschieden wird darüber voraussichtlich bis zum Sommer.

dpa

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