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Deutscher Sektenführer Peter Brunck sitzt in U-Haft - Polizei kam zu Razzia

Deutscher Sektenführer Peter Brunck sitzt in U-Haft - Polizei kam zu Razzia

Der deutsche Sektengründer Peter Brunck sitzt nach dem spektakulären Feuergefecht mit einem Toten in der Karibik in Untersuchungshaft. Ein Gericht in der Dominikanischen Republik schickte neben dem 61 Jahre alten Immobilienhändler aus Meisenheim in Rheinland-Pfalz auch seinen Sohn und eine deutsche Frau vorläufig ins Gefängnis.

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Nach einer blutigen Schießerei in der Dominikanischen Republik sitzt Sektenführer Peter Brunck in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Santo Domingo. Brunck und der Deutschen wird vorgeworfen, am Mittwoch bei einer Razzia auf Polizisten geschossen zu haben. Bei der einstündigen Schießerei im Ferienort Sosúa, rund 210 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santo Domingo, war ein Deutscher ums Leben gekommen. Drei Beamte wurden verletzt.

Die Deutschen sollen zu der von Brunck gegründeten dubiosen Sekte „Akademie für zukünftige Gesundheit“ gehören, die Katastrophen voraussagt und UFOs erwartet. Das Areal im Villenviertel von Sosúa war stark gesichert. Die Polizei sprach nach der Aktion, an der nach Medienberichten auch Interpol beteiligt war, von einer „gefährlichen religiösen Sekte“. Bei der Razzia wurden etliche schwere Waffen gefunden und auf dem Gelände ein Krankenwagen und ein gepanzerter Jeep beschlagnahmt. Bei der Vernehmung stritt Brunck ab, dass ihm die Waffen gehörten. Auch habe er nicht auf Polizisten geschossen.

Die Polizei wollte das Grundstück durchsuchen, nachdem sich laut lokalen Medienberichten Nachbarn beschwert hatten und auch Vorwürfe wegen möglicher Umweltvergehen vorlagen. Im Internet kursierten Gerüchte über mögliche Beziehungen der Gruppe zum Organ-Handel, was Staatsanwalt Alba Núñez Pichardo aber dementierte. Die Gruppe ist unter dem Kürzel AFFH bekannt, was für die englische Bezeichnung „Academy for Future Health“ steht.

Die AFFH verfügt im Internet über Info-Seiten. Brunck wird dabei auch als Referent vorgestellt: „Er ist international tätig und berät seit über 20 Jahren Führungspersonen aus Wirtschaft und Politik und pflegt Kontakte in den höchsten internationalen Ebenen.“ Auf einer anderen Seite wird für das AFFH-Dorf auf der Insel Hispaniola geworben. Dort heißt es: „Ob es um ein gemeinsames Mittagessen, einen Filmabend, gemeinsames Pizzabacken, Bogensport, Schießsport mit scharfen Waffen geht ... jeder kann mitmachen, muss aber nicht.“

dpa

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