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Ermittler durchsuchen Bordelle - Europaweite Razzia gegen Menschenhandel

Ermittler durchsuchen Bordelle - Europaweite Razzia gegen Menschenhandel

Die Polizeibehörden haben einem europaweiten Schlag gegen den Menschenhandel mit westafrikanischen Frauen geführt. Am Donnerstagabend seien in Deutschland und acht anderen Staaten Bordelle überprüft worden, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag in Wiesbaden mit.

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Sexarbeiterin in einem Eroscenter (Archivbild).

Quelle: André Kempner

Wiesbaden. In Deutschland habe die Polizei aus zwölf Bundesländern Betriebe im Rotlichtmilieu kontrolliert. Mehr als 160 Frauen aus Westafrika seien angetroffen worden. Es gebe Anhaltspunkte, dass einige von ihnen Opfer von Menschenhändlern geworden seien.

„Die bisherigen Ermittlungen zeigen, dass ein internationales Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern existiert“, berichtete das BKA. Die deutsche Behörde hatte die Aktion nach eigenen Angaben angestoßen. Die Fäden laufen in der Zentrale der europäischen Polizeibehörde Europol im niederländischen Den Haag zusammen.

Dem BKA zufolge werden die Frauen in ihrem Heimatland angeworben und nach Europa gebracht. Dort würden sie mit gefälschten Papieren an Bordelle vermittelt. Die Täter nutzen dabei unter anderem den dort verbreiteten Glauben an den Voodoo-Kult, um den Widerstand der Opfer zu brechen

dpa

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