Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Weltweit Fahndungsfoto von Uwe Mundlos wurde für „Tatort“-Folge benutzt
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Fahndungsfoto von Uwe Mundlos wurde für „Tatort“-Folge benutzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:11 14.09.2012
Tatort-Komparse Uwe Mundlos (rechts im Bild). Quelle: dpa
Anzeige
Köln

Das Schwarz-Weiß-Bild sei in dem erstmals 2001 ausgestrahlten Fall „Bestien“ der Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk zu sehen, und zwar in einer erfundenen BKA-Akte, berichtete „Spiegel Online“ am Donnerstag.

„Es ist Mundlos“, zitiert das Magazin die „Tatort“-Produzentin Sonja Goslicki von der Filmfirma Colonia Media. Damals habe man Requisiten, wie die in dem „Tatort“ gezeigten Akten, „im wahrsten Sinne des Wortes zusammengebastelt“. Auf dpa-Anfrage war am Donnerstagabend bei Colonia Media keine Stellungnahme zu erhalten. Der Jenaer Neonazi Mundlos gehörte mit Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt zur Zelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU).

Wie „Spiegel Online“ schreibt, war das Fahndungsfoto mit dem Konterfei von Mundlos am 20. Februar 1998 vom Landeskriminalamt Thüringen veröffentlicht worden. Das LKA habe nach ihm wegen Vorbereitung eines Sprengstoff-Verbrechens gefahndet. Nach Informationen von „Spiegel Online“ passierte dann offenbar eine Panne beim Erstellen der fingierten BKA-Akte für den „Tatort“: Eine Praktikantin sei wohl davon ausgegangen, dass es sich um ein Mitarbeiter-Foto gehandelt habe, zitiert das Magazin die Produzentin.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erneut liegt ein Baby in Berlin nach schweren Misshandlungen im Sterben. Ärzte hätten bei einem sieben Monate alten Mädchen aus einem Schöneberger Wohnprojekt den Hirntod festgestellt.

13.09.2012

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will die deutschen Ermittlungsakten zum Münchner Olympia-Anschlag 1972 für die Familien der ermordeten israelischen Sportler öffnen.

12.09.2012

Ein vierjähriger Junge ist am Dienstag aus dem 10. Stock eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gestürzt. Nach Angaben der Polizei vom Abend war der Junge sofort tot.

11.09.2012
Anzeige