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Fall Barschel: Generalstaatsanwalt soll entscheiden

Fall Barschel: Generalstaatsanwalt soll entscheiden

Die Lübecker Staatsanwaltschaft will nach dem Verschwinden eines Haares als Beweismittel im Fall Uwe Barschel nicht gegen sich selbst ermitteln. Die Behörde habe Strafanzeige von Barschels Witwe Freya an den schleswig-holsteinischen Generalstaatsanwalt weitergeleitet, sagte Behördensprecher Günter Möller am Donnerstag.

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Uwe Barschel am 18.09.1987 bei der spektakulären "Ehrenwort"-Pressekonferenz in Kiel. Die Lübecker Staatsanwaltschaft will nach dem Verschwinden eines Haares als Beweismittel im Fall Uwe Barschel nicht gegen sich selbst ermitteln.

Quelle: dpa

Lübeck. Der müsse nun prüfen, ob er eine andere Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen beauftragen oder selbst tätig werden wolle.

Der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war nach seinem Rücktritt und einem politischen Skandal 1987 tot in der Badewanne seines Zimmers im Hotel „Beau Rivage“ gefunden worden. Ob Barschel ermordet wurde oder Selbstmord beging, konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Die Familie wirft den Lübecker Ermittlern Strafvereitelung im Amt vor. Ein fremdes Haar, das im Hotelzimmer sichergestellt und später der Staatsanwaltschaft übergeben wurde, ist spurlos verschwunden. Es sollte für eine DNA-Analyse genutzt werden.

dpa

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