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Falscher Alarm am Amsterdamer Flughafen - Pilot hatte Funkprobleme

Falscher Alarm am Amsterdamer Flughafen - Pilot hatte Funkprobleme

Eine mutmaßliche Flugzeugentführung am Amsterdamer Flughafen hat sich am Mittwoch als Störung im Funkverkehr erwiesen. Ein Polizeisprecher bestätigte, die zunächst befürchtete Entführung eines spanischen Flugzeugs aus Malaga sei falscher Alarm gewesen.

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Eine mutmaßliche Flugzeugentführung am Amsterdamer Flughafen hat sich am Mittwoch als Störung im Funkverkehr erwiesen.

Quelle: dpa

Amsterdam. Alle 183 Passagiere blieben unverletzt.

Gegen 14 Uhr war der Airbus 320 unter Begleitung von zwei F-16 der niederländischen Armee in Schiphol gelandet. Das Koordinationszentrum zur Bekämpfung von Terrorismus sprach von einer „Vorsichtsmaßnahme“. „Es hätte eine Entführung sein können“, sagte ein Sprecher.

Ein Sprecher der spanischen Fluggesellschaft Vueling sprach in Barcelona von einem „Missverständnis“ im Funkverkehr zwischen dem Airport von Amsterdam und dem Piloten der Maschine. Beim Anflug der Maschine sei der Funkkontakt wiederholt unterbrochen worden.

Daraus zogen die Fluglotsen im Tower nach den Worten des Vueling-Sprechers die Schlussfolgerung, dass es an Bord der Maschine ein Sicherheitsproblem gebe, und lösten den dafür vorgeschriebenen Alarm aus. Auch Krankenwagen und andere Einsatzkräfte waren vorsorglich ausgerückt.

Nach der Landung wurde der Kontakt zum Piloten hergestellt. „Der sagte, dass von einer Geiselnahme oder Entführung keine Rede war“, sagte der Sprecher der Grenzpolizei, Martijn Peelen, zur niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

Nach den ersten Berichten über eine mögliche Geiselnahme hatte Ministerpräsident Mark Rutte einen Wahlkampfauftritt unterbrochen. Die Entwarnung kam knapp eine Stunde später, als der TV-Sender NOS mit einer Frau in dem gelandeten Flugzeug telefoniert hatte. „Es ist alles normal an Bord“, sagte sie.

Die Kommunikation mit dem Flughafen wurde durch den Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg am selben Tag erschwert. Der Airport war am Morgen teilweise gesperrt worden. Nach Entfernung der Zünder brachten Sprengstoffexperten der Armee die Bombe in sichere Distanz zum Flughafen und sprengen sie kontrolliert.

Die 500 Kilogramm schwere Bombe der deutschen Luftwaffe war bei Grabungsarbeiten entdeckt worden. Zwei Gates und eine Aussichtsterrasse wurden vorsorglich geräumt. Mehrere Flüge fielen aus.

dpa

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