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Polizeiticker Weltweit Gestohlener Leibniz-Keks: Erpresserbrief vom Krümelmonster
Nachrichten Polizeiticker Weltweit Gestohlener Leibniz-Keks: Erpresserbrief vom Krümelmonster
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18:53 29.01.2013
Der Erpresserbrief des vermeintlichen Krümelmonsters. Quelle: dpa
Hannover

Darauf hält ein Mann im Krümelmonster-Kostüm den goldenen Keks, das Wahrzeichen des Unternehmens, in den Händen. Die Polizei prüft derzeit die Echtheit des Schreibens, wie eine Sprecherin  sagte.

Die Forderungen an das Unternehmen sind in dem Schreiben eindeutig formuliert. „Ich habe den Keks! Ihr wollt ihn haben“, heißt es. Wenn Bahlsen sein Wahrzeichen wiederhaben wolle, solle es alle Stationen im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover mit Leibniz-Keksen versorgen. Hierbei bevorzugt der Erpresser nach eigenen Angaben die Vollmilch-Variante. „Nicht die mit schwarzer Schokolade und nicht die ohne Schokolade“, heißt es in dem Schreiben. Überdies soll die zur Ermittlung des Täters ausgesetzte Belohnung von 1.000 Euro an ein Tierheim gespendet werden.

Drohung mit Oskar

Der Schreiber des Briefes unterstreicht die Ernsthaftigkeit seiner Forderung. „Also hoffentlich habt ihr den Keks so lieb wie ich und wollt deshalb großzügig sein. (...) Sonst kommt der zu Oskar in die Mülltonne wirklich“, heißt es weiter.

Steckt womöglich das Krümelmonster dahinter? Im Fall des gestohlenen Leibniz-Kekses in Hannover ist ein kurioses Bekennerschreiben aufgetaucht. In der Redaktion der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ ging am Dienstagvormittag ein Brief mit einem Foto ein. Darauf hält ein Mann im Krümelmonster-Kostüm den goldenen Keks, das Wahrzeichen des Unternehmens, in den Händen.

Unbekannte Diebe hatten das aus vergoldetem Messing hergestellte Kunstwerk, welches zwischen den „Brezelmännern“ an der Außenfassade des Bahlsen-Gebäudes angebracht ist, in den vergangenen Wochen gestohlen. Wann genau der etwa 20 Kilogramm schwere Keks entwendet wurde, ist noch unklar. Ein Mitarbeiter hatte das Firmen-Symbol zuletzt am 4. Januar gesehen. Die Polizei hatte Hinweise von Zeugen erhalten, die zwei Männer mit einer Leiter am 11. Januar an dem Gebäude beobachtet hatten.

Der Absender des nun aufgetauchten Briefes sei noch nicht bekannt, sagte die Polizeisprecherin. Ob es sich dabei möglicherweise um eine versuchte Erpressung handeln könnte, werde ebenfalls noch geprüft. In sozialen Netzwerken wurde unterdessen über eine PR-Strategie des Unternehmens spekuliert. Eine Bahlsen-Sprecherin dementierte das jedoch. „Das ist keine PR-Aktion, das ist eine Straftat“, sagte sie. Das Unternehmen hatte die 1.000 Euro als Belohnung ausgesetzt.

Der Fall weckt Erinnerungen an einen Fall in Erfurt Anfang 2009. Damals wurde das Abbild von der Figur „Bernd das Brot“ von seinem Standort vor dem Erfurter Rathaus gestohlen. Die gut zwei Meter hohe Figur des Kinderkanals war zwei Wochen später durch Zufall in einem Kellergewölbe entdeckt worden. Einer Videobotschaft zufolge war „Bernd das Brot“ von Hausbesetzern entwendet worden, die ein Gelände räumen sollten.

dapd

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