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Polizeiticker Weltweit LKA fasst mutmaßlichen Seepiraten aus Somalia in der Lutherstadt Eisleben
Nachrichten Polizeiticker Weltweit LKA fasst mutmaßlichen Seepiraten aus Somalia in der Lutherstadt Eisleben
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10:19 04.09.2014
Marinesoldaten einer Fregatte verfolgen im Golf von Aden ein Boot mit Piraten. Quelle: Bundeswehr/PIZ Djibouti/Archiv
Hannover

Nach der Freilassung hatten Kriminaltechniker des LKA Finger- und Fußabdrücke auf dem Handelsschiff gesichert.

Diese Spurensicherung brachte jetzt rund 6000 Kilometer vom Tatort entfernt den Fahndungserfolg. Der mutmaßliche Täter, der in Deutschland einen Asylantrag gestellt hatte, wurde bereits am 18. August festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück leitet die weiteren Ermittlungen, teilte das LKA weiter mit.

Susan K gekapert - zehn Menschen in Geiselhaft

Das Handelsschiff Susan K fiel am frühen Morgen des 8. April 2011 somalischen Piraten in die Hände. Unmittelbar vor der Küste Omans kaperten sie das in Papenburg beheimatete Handelsschiff samt zehnköpfiger Besatzung und verschleppten es an die somalische Küste. Dort blieben die Opfer knapp zweieinhalb Monate in Geiselhaft.

Wie das LKA weiter mitteilt, wurde das Schiff nach Zahlung eines Lösegelds in Millionenhöhe freigegeben und nach Djibuti gebracht. Damit schlug die Stunde der Kriminaltechniker: Ein Expertenteam aus ganz Niedersachsen machte Fotos vom Tatort und sicherte DNA-Spuren sowie Fuß- und Fingerabdrücke der Piraten.

Ermittler setzten schon 2013 Piraten fest

Die Methode hatte 2013 schon einmal zur Festnahme eines somalischen Piraten in Deutschland geführt. Der Mann hatte laut Ermittler auf der entführten Marida Marguerite seine Fingerabdrücke hinterlassen. Er habe bei der Entführung eine entscheidende Rolle gespielt, so das LKA. Der Seepirat ist mittlerweile vom Landgericht Osnabrück zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

lyn

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