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Leichen der zehn Anschlagsopfer von Istanbul nach Berlin überführt

Drei Sachsen unter den Toten Leichen der zehn Anschlagsopfer von Istanbul nach Berlin überführt

Vier Tage nach dem Anschlag in Istanbul sind die zehn deutschen Todesopfer, darunter auch drei aus Sachsen, nach Deutschland überführt worden. Ein Airbus der Luftwaffe landete mit den sterblichen Überresten auf dem Flughafen Berlin-Tegel.

Die Särge mit den deutschen Opfern wurden am Flughafen Berlin-Tegel aufgebahrt.

Quelle: dpa

Istanbul/Berlin. Nach dem Terroranschlag von Istanbul sind die zehn deutschen Todesopfer zur Bestattung in die Heimat zurückgekehrt. Ein A400M-Transportflugzeug der Luftwaffe landete am Samstagnachmittag mit ihren sterblichen Überresten an Bord auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel. Unter den Opfern des Anschlags waren auch eine 70-Jährige aus Leipzig-Engelsdorf sowie zwei 51 und 75 Jahre alte Männer aus Dresden.

Die Särge aus hellem Holz wurden in einer Flugzeughalle aufgebahrt und mit Blumen geschmückt. Angehörige konnten dort - abgeschirmt von der Öffentlichkeit - trauern und Abschied nehmen, wie ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amts berichtete. Die Leichen sollen nun obduziert werden. Die Bundesanwaltschaft hatte entschieden, dies in Deutschland vornehmen zu lassen, wie „Der Spiegel“ berichtete.

Ein A400M-Transportflugzeug der Luftwaffe brachte die Leichen nach Deutschland

Ein A400M-Transportflugzeug der Luftwaffe brachte die Leichen nach Deutschland.

Quelle: dpa

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am vergangenen Dienstag in Istanbuls Altstadtviertel Sultanahmet in einer Gruppe deutscher Urlauber in die Luft gesprengt. Zehn Bundesbürger wurden mit in den Tod gerissen, sieben weitere Deutsche verletzt. Die Türkei macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für den Anschlag verantwortlich.

Auch das Bundeskriminalamt geht davon aus. „Es gibt zwar kein Bekennerschreiben, aber Hinweise auf einen IS-Bezug des Attentäters“, sagte BKA-Präsident Holger Münch der „Bild am Sonntag“. Er habe sich eine größere Reisegruppe ausgesucht, „aber nach derzeitigen Erkenntnissen offenbar nicht gezielt eine deutsche“.

Von Axel Schmidt