Volltextsuche über das Angebot:

27°/ 19° Gewitter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Linken-Politiker in Wismar mit 17 Messerstichen verletzt

„Schwule Kommunistensau“ Linken-Politiker in Wismar mit 17 Messerstichen verletzt

Nach einer vermutlich politisch motivierten Messerattacke auf einen Linken-Politiker in Wismar hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Der Mann wurde durch 17 Stiche verletzt und zuvor als „schwule Kommunistensau“ beschimpft.

Schwerin/Wisma. Bei einer mutmaßlich politisch motivierten Attacke ist im mecklenburgischen Wismar ein Linken-Politiker niedergestochen worden. Nach Angaben des 18-jährigen Verletzten wurde er am Montagabend von drei unbekannten Männern angegriffen und als „schwule Kommunistensau“ beschimpft, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte. Das Opfer habe erst am Tag darauf über das Internet Anzeige erstattet, so dass die Polizei nicht unmittelbar nach dem Angriff mit der Tätersuche habe beginnen können. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

Der zum Schweriner Kreisvorstand der Linkspartei gehörende Student erlitt nach Angaben seines Kreisvorsitzenden Peter Brill 17 Stichverletzungen. Laut Polizei konnte er das Krankenhaus aber bereits verlassen. Nach der Schilderung des Kreisvorsitzenden lässt neben den Beschimpfungen auch die Kleidung der Täter darauf schließen, dass diese dem rechtsextremistischen Lager angehören.

Opfer: "Unsere Antwort muss Liebe sein"

Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch forderte intensive Polizeiermittlungen, um die Täter schnell finden und zur Verantwortung ziehen zu können. Das Opfer selbst äußerte in einer in Schwerin verbreiteten Erklärung die Überzeugung, dass auf solche Attacken nicht mit Radikalisierung geantwortet werden dürfe: „Unsere Antwort auf Hass muss Liebe, auf Dummheit Vernunft und auf Gewalt Solidarität sein.“

Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck verurteilte die Attacke aufs Schärfste. "So lange man auf Facebook mit seinem Namen, Wohnort und Geburtsdatum für jeden sichtbar zu Hass und Mord aufrufen kann und von der Staatsanwaltschaft keine Konsequenzen zu befürchten hat, wird sich die rechte Eskalationspirale immer weiter drehen", ssagte Beck. Er warf der AfD und Pegida vor, einen "Resonanzraum" dafür zu schaffen. Von Forderungen der CSU werden dieser als "hinnehmbar legitimiert". Der Hass verlagere sich so "vom Internet auch auf die Straßen". Er forderte daher eine "Deradikalisierungsoffensive".

LVZ

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel steht bis auf Weiteres nicht zur Verfügung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Weltweit

Jetzt Team aufstellen, registrieren und im LVZ-Eurotrainer attraktive Preise sichern. mehr

Public Viewing zur EM in Leipzig

Gemeinsam lässt sich besser mitfiebern und feiern! Wir haben eine Übersicht über Locations zusammengestellt, wo Sie gemeinsam Spiele der Fußball-EM in Frankreich schauen können. mehr